In Ländern, in denen die Sichelzellkrankheit häufig vorkommt, wird sie bereits im Rahmen eines Neugeborenenscreenings erkannt.
Ohne Neugeborenenscreening wird die Diagnose meist gestellt, wenn auffällige Symptome auftreten:
- eine Blutarmut (davon abgeleitet der früher verbreitete Begriff Sichelzellanämie)
- Schmerzen schon im frühen Kindesalter, etwa an Fingern oder Zehen
- wiederkehrende Infekte
Besteht der Verdacht auf eine Sichelzellkrankheit, wird eine spezielle Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei werden die verschiedenen Hämoglobinformen getrennt analysiert. So lässt sich erkennen, ob überwiegend Sichelzell-Hämoglobin (HbS) vorliegt. Die Diagnose kann zusätzlich genetisch abgesichert werden. Zudem werden häufig auch die Eltern untersucht, um einen möglichen Trägerstatus festzustellen.