Die klassische Sichelzellkrankheit wird meist bereits im Kindesalter erkannt, da viele Kinder früh Schmerzen entwickeln. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass die Diagnose später gestellt wird.
Ein Grund dafür ist, dass die Erkrankung in Europa weniger bekannt ist und deshalb nicht immer daran gedacht wird. Besonders bei milderen Verlaufsformen, wie bestimmten Varianten der Sichelzellkrankheit, können Beschwerden lange unauffällig bleiben.
Manche Kinder nehmen ihre Schmerzen auch kaum bewusst wahr, weil sie diese über längere Zeit gewohnt sind. Ein wichtiger Hinweis kann die Herkunft aus Regionen sein, in denen die Erkrankung häufiger vorkommt, zum Beispiel aus West- oder Zentralafrika. Treten dort Schmerzen zusammen mit einer Blutarmut auf, sollte auch an eine Sichelzellkrankheit gedacht werden.

Hellhörig bleiben
Wenn Beschwerden immer wiederkehren oder ungewöhnlich stark sind, sprechen Sie dies gezielt bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. Eine genaue Beschreibung hilft, mögliche Ursachen besser einzugrenzen. Besonders die Kombination aus Herkunft und anhaltenden Schmerzen sollte hellhörig machen.