Die Langzeitbetreuung bei Brustkrebs beginnt nicht erst nach Abschluss aller Therapien, sondern begleitet Sie über die erste intensive Behandlungsphase hinaus. Bei frühem Brustkrebs beginnt die Nachsorge nach Abschluss der örtlichen Behandlung, also in der Regel nach Operation und Bestrahlung. Manche medikamentösen Therapien, beispielsweise eine antihormonelle Therapie, können zu diesem Zeitpunkt noch weiterlaufen.
Viele Patientinnen verbinden Nachsorge zunächst vor allem mit der Frage: Ist der Krebs zurückgekommen? Die Nachsorge hat jedoch mehrere Aufgaben.
Sie soll dazu beitragen,
- mögliche auffällige Veränderungen frühzeitig zu erkennen,
- Folgen und Nebenwirkungen der bisherigen oder noch laufenden Behandlung zu erfassen,
- Ihre körperliche und seelische Gesundheit im Blick zu behalten,
- Sie bei der Rückkehr in Alltag und Beruf zu unterstützen und
- Ihre Lebensqualität möglichst gut zu erhalten.
Welche Themen für Sie besonders wichtig sind, kann sich mit der Zeit verändern. Direkt nach der Behandlung beschäftigen Sie vielleicht noch körperliche Beschwerden oder Nebenwirkungen. Später können Fragen zu Bewegung, Beruf, Sexualität, Familienleben oder der Angst vor einem Rückfall stärker in den Vordergrund rücken. Nachsorge bedeutet deshalb nicht nur Kontrolle, sondern langfristige Begleitung.
