Eine bevorstehende Untersuchung oder das Warten auf einen Befund kann die Erkrankung plötzlich wieder stärker in den Vordergrund rücken. Manche Patientinnen schlafen dann schlechter, beobachten ihren Körper aufmerksamer oder denken häufiger an mögliche schlechte Nachrichten.
Nach frühem Brustkrebs kann dabei die Sorge entstehen, dass die Erkrankung zurückkehrt – die sogenannte Rezidivangst. Bei metastasiertem Brustkrebs steht häufig die Angst vor einem Fortschreiten der Erkrankung oder einer nachlassenden Wirkung der Therapie im Vordergrund. Fachleute sprechen von Progredienzangst. Dieser Begriff wird auch für die Angst nach einem frühen Brustkrebs verwendet.
Beide Ängste können auch dann auftreten, wenn aktuell kein konkreter Hinweis auf eine Verschlechterung besteht. Besonders vor Kontrolluntersuchungen, beim Warten auf Befunde oder bei neuen Beschwerden können sie stärker werden.

Mögliche Anlaufstellen
In Österreich bietet beispielsweise die Österreichische Krebshilfe Beratung für Betroffene und Angehörige an.
Psychoonkolog:innen beschäftigen sich mit den seelischen und sozialen Belastungen, die mit einer Krebserkrankung verbunden sein können. Sie können Ihnen weiterhelfen. Sie müssen sich nicht in einer akuten Krise befinden, um psychoonkologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Psychoonkologische Begleitung kann während der Behandlung ebenso sinnvoll sein wie in der Nachsorge oder beim Leben mit metastasiertem Brustkrebs.