2. RisikopatientIn einfach erklärt

Was bedeutet es COVID-RisikopatientIn zu sein?

Es gibt gewisse Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung. Dazu zählen verschiedene internistische Erkrankungen, wie zum Beispiel

  • Bluthochdruck,
  • Diabetes,
  • chronische Nierenerkrankungen,
  • chronische Herzerkrankungen oder auch
  • Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungengerüst-Erkrankungen.

Gleichzeitig ist auch ein erhöhtes Alter ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf. Was ein erhöhtes Alter ist, sei jetzt dahingestellt. In verschiedenen Studien wurde das anders definiert. Aber wer älter als 65 ist, ist auf jeden Fall RisikopatientIn. Eigentlich auch schon ab 55 Jahren.

Was ist der BMI?

Bin ich normalgewichtig? Bin ich zu dick oder zu dünn? Diese Fragen lassen sich mithilfe des Body-Mass-Index (BMI) grob einordnen. Der BMI gibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße an.

Es funktioniert folgendermaßen: Nehmen Sie Ihr Körpergewicht in kg und dividieren Sie es durch Ihre Körpergröße in m zum Quadrat.

Beispiel: Sie wiegen 60kg und sind 1, 68m groß. Nun rechnen Sie: 60/(1,68×1,68) = 21,3 (gerundet).

Das Ergebnis vergleichen Sie nun mit dieser Tabelle:

Unter 18,5 Untergewicht
18,5 – 24,9 Normalgewicht
25 – 29,9 Übergewicht/ Präadipositas
30 – 34,9 Adipositas (Fettleibigkeit) Grad I
35 – 39,9 Adipositas Grad II
Über 40 Adipositas Grad III

Der BMI ist nur ein Richtwert und sollte immer in Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand und Alter der Person beurteilt werden.

Woher weiß ich, dass ich COVID-RisikopatientIn bin?

Wenn mindestens einer der oben genannten Risikofaktoren auf Sie zutrifft, dann gehören Sie zur Risikogruppe. Natürlich muss auch hier der allgemeine Gesundheitszustand mitberücksichtigt werden.

Bin ich als Schwangere Risikopatientin?

Als schwangere Frau gehören Sie zur Risikogruppe. Deshalb empfiehlt es sich im Hinblick auf eine Schwangerschaft auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten.

Nach der Corona-Impfung produziert Ihr Immunsystem wichtige Antikörper gegen das Coronavirus. Kommt Ihr Körper dann mit Coronaviren in Kontakt, können die Antikörper die Viren unschädlich machen.

Auch das ungeborene Kind profitiert von diesem Schutz: Über die Plazenta werden die von der Mutter gebildeten Antikörper ans Kind übertragen.

Corona-Impfung während der Schwangerschaft

Werden Sie schwanger und nicht gegen Corona geimpft, können Sie sich im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel gegen das Coronavirus impfen lassen. Auch in diesem Fall geht der Impfschutz auf das ungeborene Kind über.

Geprüft Mag. Dr. Mario Karolyi: Stand Okt. 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.