6. Therapiemöglichkeiten für COVID-RisikopatientInnen

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei COVID?

Die Behandlungsansätze bei COVID sind abhängig vom Schweregrad der Infektion und von der Krankheitsphase.

In der Anfangsphase der Erkrankung sind die PatientInnen meist zuhause. Wie bei jedem anderen grippalen Infekt gilt:

  • Dem Körper Ruhe und Erholung gönnen
  • Genügend Wasser/Kräutertee trinken
  • Auf ausreichend Elektrolyte achten

Bei stärkeren Symptomen gibt es die Möglichkeit spezielle Medikamente einzunehmen:

  • Schmerz- und fieberstillende Medikamente
  • Hustenstiller
  • Medikamente, welche die Vermehrung des Virus hemmen

PatientInnen mit schwerem Verlauf müssen meist stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Dort werden:

  • Die Medikamente intravenös, also über eine Vene, verabreicht
  • Medikamente verabreicht, die eine überschießende Reaktion des Immunsystems hemmen
  • PatientInnen künstlich beatmet

Welche Behandlungsansätze gibt es für mich als RisikopatientIn bei COVID?

Für Risikopatienten bei COVID gibt es unterschiedliche Therapie-Optionen:

  • Es gibt einerseits die Möglichkeit, solange man ambulant behandelt wird, also außerhalb des Krankenhauses, dass man antiviral wirksame Substanzen zum Schlucken einnimmt. Diese Medikamente hemmen das Virus in seiner Vermehrungsfähigkeit .
  • Und dann gibt es manche Patientinnen und Patienten, die aufgrund von gewissen Grunderkrankungen, seien es jetzt Autoimmunerkrankungen oder gewissen Krebserkrankungen, keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen. Und solche PatientInnen haben die Option, dass man ihnen Antikörper geben kann. Die kann man intravenös geben, also in die Vene, oder man kann sie auch in den Muskel gespritzt bekommen in regelmäßigen Abständen.

Üblicherweise werden PatientInnen, die solchen Risikogruppen angehören, von ihren hochspezialisierten Zentren oder betreuenden ÄrztInnen darüber in Kenntnis gesetzt.

Was bedeutet intramuskulär?

Intramuskulär bedeutet “in den Muskel”. Das Medikament wird also in einen größeren Körpermuskel wie beispielsweise den Gesäß- oder Oberschenkelmuskel gespritzt.

Welche Kriterien müssen für die antivirale Therapie erfüllt sein?

PatientInnen mit Risikofaktoren profitieren von einer frühen antiviralen Therapie. Studien zeigen, dass mit dieser Behandlungsform ein schwerer Verlauf in den meisten Fällen verhindert werden kann.

Wann wird die antivirale Therapie verabreicht?

Die antivirale Therapie wird innerhalb der ersten 5 Krankheitstage, also innerhalb der ersten Krankheitsphase, gestartet.

Geprüft Mag. Dr. Mario Karolyi: Stand Okt. 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.