5. Verlauf bei COVID-RisikopatientInnen

Gibt es unterschiedliche Verläufe bei COVID-19 RisikopatientInnen?

Die Corona-Infektion kann ganz unterschiedlich ablaufen. Von milden Verläufen mit wenig bis keinen Symptomen bis hin zu schweren Krankheitsbildern auf der Intensivstation ist alles möglich. Warum es zu solchen Schwankungen im Schweregrad des Krankheitsverlaufs kommen kann, ist bislang noch nicht vollständig geklärt.

Als RisikopatientIn haben Sie ein erhöhtes Basisrisiko. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf höher ist als bei einem Menschen ohne Vorerkrankung(en).

Was bedeutet ein schwerer Verlauf bei einer Corona-Erkrankung?

Bei manchen PatientInnen, die an Corona erkrankt sind, kann es zu einem schweren Verlauf kommen.

Ein schwerer Verlauf umfasst:

  • Zwingender stationärer Krankenhausaufenthalt
  • zusätzliche Sauerstoffgabe/Beatmung notwendig
Sauerstoffgabe

Bei der Sauerstoffgabe wird über spezielle Geräte zusätzlicher Sauerstoff der Patientin/dem Patienten zugeführt. So kann ein Sauerstoffmangel im Blut ausgeglichen werden.

Es gibt unterschiedliche Geräte, die je nach Schweregrad eingesetzt werden.

  • Die Nasenbrille: Die Nasenbrille ist ein Schlauch, den man an ein Sauerstoffgerät anschließt. Über spezielle Öffnungen kann nun konzentrierter Sauerstoff in die Nasenlöcher geleitet werden.
  • Die künstliche Beatmung: in schweren Fällen kann eine künstliche Beatmung auf der Intensivstation notwendig werden. Das bedeutet, dass spezielle Geräte die Atmung der/des Erkrankten übernehmen.

Bei welchen Beschwerden ist eine Krankenhausaufnahme notwendig?

Eine Krankenhausaufnahme kann in manchen Fällen notwendig sein.

Folgende Beschwerden sollten im Krankenhaus abgeklärt werden:

  • Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • einer Sauerstoffsättigung von unter 94%
  • schlechtem Allgemeinzustand: hohes Fieber, starke Schmerzen, Schwierigkeiten mit Flüssigkeits- und/oder Nahrungsaufnahme.

Geprüft Mag. Dr. Mario Karolyi: Stand Okt. 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.