Welche Symptome können bei einer Pneumokokken-Infektion auftreten?
Infektionen mit Pneumokokken können sich unterschiedlich auswirken. Wir unterscheiden zwischen einer Mittelohrentzündung, die meist bei Kindern und Kleinkindern auftritt. Diese geht einher mit erhöhter Temperatur, Schmerzen im Ohrbereich, eventuell Abgeschlagenheit und Inappetenz. Eine der häufigsten Infektionen mit Pneumokokken sind jedoch Lungenentzündungen, die dadurch verursacht werden können. Eine Lungenentzündung äußert sich meistens mit Fieber, Abgeschlagenheit, Husten, eventuell Kurzatmigkeit. In seltenen Fällen auch Blutbeimengungen im Auswurf. Hier muss man vor allem darauf achten, dass das Fieber nicht über mehrere Tage anhält, weil das Kind bereits Warnzeichen, dass Bakterien über die Lungenentzündung hinaus womöglich auch den Blutkreislauf angegriffen haben und sich dort zu einer Blutvergiftung weiterentwickeln können.
Wie erkennt man eine Pneumokokken-Lungenentzündung und wann wird sie gefährlich?
Eine durch Pneumokokken ausgelöste Lungenentzündung geht in der Regel einher mit Beschwerden wie Husten, Fieber, Kurzatmigkeit, Abgeschlagenheit und gegebenenfalls auch Inappetenz. In der Regel führen diese Beschwerden meistens zu einer weiterführenden ärztlichen Untersuchung, wo man anhand einer Blutabnahme – meist ist auch eine Harnuntersuchung erforderlich – und vor allem durch die Anfertigung eines Lungenröntgens die Diagnose einer Lungenentzündung bestätigen kann. Sollte sich die Diagnose anhand dieser Untersuchungen bestätigen, ist in der Regel auch eine entsprechende Antibiotikabehandlung erforderlich, um die Infektion, die sich gut behandeln lässt, in Schach zu halten.
In den allermeisten Fällen ist eine Lungenentzündung mittels Antibiotika gut behandelbar. In manchen Fällen, vor allem bei älteren Personen oder jenen mit einem besonders geschwächten Immunsystem, kann es jedoch auch zu einer gefährlichen Ausprägung dieser Entzündung kommen. Man muss besonders dann daran denken, wenn das Fieber über 39 Grad liegt, über mehrere Tage hinweg anhält, es womöglich auch zu einer Beeinträchtigung des Appetits kommt, Bewusstseinseintrübungen, allgemeine Schwäche, Abgeschlagenheit, Blutdruckveränderungen oder ein erhöhter Puls auftreten. Das sind erste Warnzeichen, bei denen Sie darauf achten sollten, gegebenenfalls erneut oder spätestens dann ärztliche Hilfe aufzusuchen.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Infektionen?
Gewisse Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Infektionen. Dazu zählen allen voran Personen, die älter als 60 Jahre alt sind, weil das jene sind, bei denen das Immunsystem mit zunehmendem Lebensalter abnimmt. Aber auch jüngere Personen, gegebenenfalls jene, die ein längerjähriges Rauchverhalten haben, regelmäßig Alkohol konsumieren oder aber auch chronische Krankheiten haben. Dazu zählen Diabetes, also Stoffwechselerkrankungen, jene mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise ein erhöhter Blutdruck, und vor allem auch Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bzw. COPD. Darüber hinaus auch all jene Personen, die ein geschwächtes Immunsystem haben aufgrund einer angeborenen Immunschwäche bzw. aufgrund von Medikamenten, die das Immunsystem schwächen. All diese Personengruppen zählen zu jenen, bei denen das Risiko für eine schwere Pneumokokkeninfektion dann doch deutlich erhöht ist.
Hier geht es zum Video-Interview: „Pneumokokken-Erkrankung“