5. Informationen zur Pneumokokken-Impfung

Ist die Pneumokokken-Impfung für mich gratis?

In Österreich ist die Pneumokokken-Impfung im Kinder – Impfprogramm und für alle ab dem 60. Geburtstag kostenlos verfügbar. Auch für Personen zwischen 18 und 60 Jahren mit bestimmten gesundheitlichen Risiken (den sogenannten Risikogruppen) ist die Impfung kostenfrei. Dabei kann ein entsprechender Nachweis, zum Beispiel ein Arztbrief oder Befund, erforderlich sein.

Ob die Impfung für Sie kostenlos ist, hängt also vor allem von Ihrem Alter und möglichen Risikofaktoren ab. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten bei Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Fachärztin, Ihrem Facharzt oder bei einer öffentlichen Impfstelle nach.

Wo bekomme ich die Pneumokokken-Impfung?

Die Pneumokokken-Impfung kann je nach Bundesland und Angebot an unterschiedlichen Stellen erhältlich sein. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Hausärztliche Ordinationen
  • Fachärztliche Ordinationen
  • Öffentliche Impfstellen
  • Impfangebote der Bundesländer oder Sozialversicherungsträger

Rufen Sie am besten vorab in Ihrer Ordination oder bei der jeweiligen Impfstelle an. So können Sie klären, ob die Pneumokokken-Impfung dort angeboten wird, ob ein Termin notwendig ist und ob Sie den Impfstoff selbst aus der Apotheke mitbringen sollen. Nehmen Sie zum Termin auch Ihren Impfpass mit.

Ist die Pneumokokken-Impfung das Gleiche wie die Impfung gegen RSV, Grippe oder COVID-19?

Nein. Die Pneumokokken-Impfung ist nicht das Gleiche wie die Impfung gegen RSV, Grippe oder COVID-19. Diese Impfungen schützen vor unterschiedlichen Erregern.

Die Pneumokokken-Impfung richtet sich gegen Pneumokokken-Bakterien. Diese können unter anderem Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder Gehirnhautentzündungen verursachen.

Andere Impfungen schützen vor Viren:

  • Die Grippeimpfung schützt vor Influenzaviren.
  • Die COVID-19-Impfung schützt vor SARS-CoV-2.
  • Die RSV-Impfung schützt vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus.

Diese Impfungen ersetzen einander nicht. Das bedeutet: Wer gegen Grippe, RSV oder COVID-19 geimpft ist, ist dadurch nicht automatisch gegen Pneumokokken geschützt – und umgekehrt.

Je nach Alter, Gesundheitszustand und aktuellen Impfempfehlungen können mehrere Impfungen sinnvoll sein. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann mit Ihnen besprechen, welche Impfungen für Sie wichtig sind und wann sie am besten durchgeführt werden.

Welche Nebenwirkungen kann die Pneumokokken-Impfung haben?

Die Pneumokokken-Impfung ist in der Regel gut verträglich. Wie bei anderen Impfungen kann es aber zu Impfreaktionen kommen. Diese zeigen, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt.

Mögliche Reaktionen sind zum Beispiel:

  • Rötung, Schmerzen oder Schwellung an der Einstichstelle
  • Müdigkeit oder Abgeschlagenheit
  • erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber
  • Kopf- oder Gliederschmerzen
  • vorübergehend weniger Appetit

Meist sind diese Beschwerden mild und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. In seltenen Fällen können lokale Reaktionen stärker ausfallen, zum Beispiel mit deutlicher Schwellung am Arm. Wenn Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten, sehr stark sind oder Sie sich unsicher fühlen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Wie sicher ist die Pneumokokken-Impfung?

Die Pneumokokken-Impfung gilt als sicher und wirksam. Sie ist eine Totimpfung und kann daher keine Pneumokokken-Erkrankung auslösen. Ziel der Impfung ist es, das Immunsystem auf Pneumokokken vorzubereiten und das Risiko schwerer Krankheitsverläufe zu senken.

Wie bei jeder medizinischen Maßnahme kann es in seltenen Fällen zu stärkeren Reaktionen kommen. Wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff hatten oder unsicher sind, sprechen Sie dies vor der Impfung an. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann einschätzen, ob etwas Besonderes zu beachten ist.

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    Geprüft Prim. Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour: Stand August 2026 | Quellen und Bildnachweis