3. Pneumokokken-Impfung

Warum soll man sich gegen Pneumokokken impfen lassen?

Pneumokokken können schwere Infektionen auslösen, vor allem Lungenentzündungen. Für viele Menschen ist eine solche Erkrankung gut behandelbar. Bei älteren Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem kann sie jedoch deutlich schwerer verlaufen.

Die Impfung soll helfen, genau diese schweren Krankheitsverläufe zu verhindern und das Immunsystem dabei unterstützen, die Bakterien schneller zu erkennen und gezielt abzuwehren. Dadurch kann das Risiko für schwere Verläufe gesenkt werden. Besonders wichtig ist der Schutz vor schweren Verläufen, die zu einem Krankenhausaufenthalt, einer Behandlung auf der Intensivstation oder langfristigen gesundheitlichen Folgen führen können.

Die Impfung ist daher vor allem für Menschen wichtig, die ein erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen haben. Dazu gehören insbesondere ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Welche Art von Impfung ist die Pneumokokken-Impfung?

Die Pneumokokken-Impfung ist eine Totimpfung. Das bedeutet: Der Impfstoff enthält keine lebenden Pneumokokken, die sich im Körper vermehren könnten.

Stattdessen enthält der Impfstoff bestimmte Bestandteile der Bakterien. Anhand dieser Bestandteile lernt das Immunsystem, Pneumokokken zu erkennen. Wenn der Körper später mit echten Pneumokokken in Kontakt kommt, kann die Abwehr schneller reagieren.

Bei modernen Pneumokokken-Impfstoffen werden diese Bestandteile häufig an ein sogenanntes Trägerprotein gekoppelt. Das hilft dem Immunsystem, eine bessere und gezieltere Schutzreaktion aufzubauen.

Kann die Impfung eine Pneumokokken-Infektion auslösen?

Nein. Die Pneumokokken-Impfung ist eine Totimpfung , enthält also keine lebenden Bakterien. Sie kann daher keine Pneumokokken-Erkrankung auslösen. Mögliche Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder leichtes Fieber sind Zeichen dafür, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Meist klingen sie nach kurzer Zeit wieder ab.

Für wen ist die Pneumokokken-Impfung sinnvoll?

Die Pneumokokken-Impfung ist besonders für Menschen sinnvoll, die ein erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen haben. Dazu zählen vor allem Menschen ab 60 Jahren. Mit zunehmendem Lebensalter kann das Immunsystem schwächer reagieren, wodurch Infektionen schwerer verlaufen können.

Auch für jüngere Menschen kann die Pneumokokken-Impfung empfohlen sein, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • chronische Nieren- oder Lebererkrankungen
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum

Ob die Impfung für Sie persönlich empfohlen ist, hängt von Ihrem Alter, Ihren Vorerkrankungen und Ihrer individuellen Situation ab. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann gemeinsam mit Ihnen einschätzen, ob eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll ist.

Was bedeutet Schutz durch Impfung?

Eine Impfung bedeutet nicht, dass eine Infektion in jedem Fall ausgeschlossen ist. Sie kann aber dazu beitragen, dass das Immunsystem vorbereitet ist und schneller reagieren kann. Das Ziel der Pneumokokken-Impfung ist vor allem, schwere Erkrankungen und Komplikationen zu verhindern.

Deshalb ist die Impfung besonders für Menschen wichtig, bei denen eine Pneumokokken-Erkrankung gefährlicher verlaufen könnte.

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    Geprüft Prim. Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour: Stand August 2026 | Quellen und Bildnachweis