Die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung helfen dabei einzuschätzen, wer besonders von der Impfung profitieren kann, wann der richtige Zeitpunkt für die Impfung ist und ob eine frühere Lungenentzündung etwas an der Impfempfehlung ändert. In Österreich ist die Pneumokokken-Impfung laut Impfplan für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr empfohlen und steht im öffentlichen Impfprogramm gratis zur Verfügung. Auch für bestimmte Risikopersonen unter 60 Jahren kann die Impfung empfohlen sein.
Mit zunehmendem Lebensalter verändert sich das Immunsystem. Es reagiert oft nicht mehr so schnell und stark wie in jüngeren Jahren. Dadurch steigt das Risiko, dass Infektionen schwerer verlaufen. Bei Pneumokokken betrifft das vor allem die Lungenentzündung, aber auch seltenere schwere Erkrankungen wie eine Blutvergiftung oder Gehirnhautentzündung.
Deshalb wird die Pneumokokken-Impfung besonders für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Sie soll helfen, das Risiko für schwere Krankheitsverläufe zu senken – also zum Beispiel Verläufe, die einen Krankenhausaufenthalt, eine Behandlung auf der Intensivstation oder langfristige gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können.
Auch jüngere Menschen können ein erhöhtes Risiko haben. Das gilt zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem. In solchen Fällen kann die Impfung unabhängig vom Alter sinnvoll sein.

