3. Wobei Lungenkrebs-Betroffene Unterstützung brauchen

Im Alltag

Viele Lungenkrebs-PatientInnen haben Probleme, ihren Alltag eigenständig zu bewältigen. Angehörige können auf unterschiedlichste Art Hilfe leisten, sollten es damit aber nicht übertreiben.

Wie kann ich meinen Angehörigen konkret helfen?

Informationen recherchieren

Selbst recherchierte Texte und Dokumente aus dem Internet sollten immer genau geprüft werden. Die besten Informationsquellen für die PatientInnen sind die behandelnden ÄrztInnen und die Selbsthilfegruppen.

Weitere medizinisch geprüfte Informationen und Tipps zur Therapie und Lebensqualität finden Sie unter https://selpers.com/lungenkrebs/.

Entlastungen im Alltag

Für viele der Erkrankten ist es wichtig, den Alltag so eigenständig wie möglich zu bewältigen. Versuchen Sie, Ihre Fürsorglichkeit der jeweiligen Situation anzupassen. Während Krankheitsphasen, die von ausgeprägter Schwäche begleitet sind, kann es helfen, wenn jemand den Einkauf übernimmt, im Haushalt hilft oder das Mittagessen kocht. Es ist nicht notwendig, den PatientInnen immer alles aus den Händen zu nehmen.

Wie können Angehörige mit der Kurzatmigkeit der Betroffenen umgehen?

Bei vielen Betroffenen ist die Atemkapazität nach einer Lungenkrebserkrankung eingeschränkt. Bewegung an frischer Luft, beispielsweise Nordic Walking, kann helfen, die Lunge zu trainieren und den Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen.

Bei Schmerzen und Nebenwirkungen

Die meisten Lungenkrebs-PatientInnen fürchten mit den Therapien verbundene Nebenwirkungen. Mittlerweile gibt es aber Medikamente, mit denen wesentliche Erleichterungen erreicht werden können.

Wie gehen KrebspatientInnen mit Schmerzen und Nebenwirkungen um?

Beim Auftreten von Schmerzen und Nebenwirkungen verspüren die Betroffenen oft das Bedürfnis, sich zurückzuziehen und in Ruhe gelassen zu werden. Die Angehörigen können dem Erkrankten in dem Moment am besten helfen, indem sie diesen Wunsch akzeptieren.

Was hilft gegen die Nebenwirkungen?

  • Die Erkrankung selbst kann Beschwerden verursachen, aber auch die Krebstherapie. Die Bandbreite kann  von Appetitlosigkeit über Durchfall, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu  Schmerzen reichen.
  • Die PatientInnen erhalten Medikamente, die ihnen helfen, unerwünschten Begleiterscheinungen leichter zu ertragen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Nebenwirkungen kann es passieren, dass die verordneten Arzneimittel nicht die gewünschte Wirkung zeigen und die Medikation durch die behandelnden Ärzte angepasst werden muss.

Wie verläuft die Absprache mit dem Ärzteteam?

In aller Regel funktioniert die Kommunikation mit den Ärztinnen und Ärzten gut. Diese halten regelmäßigen Kontakt zu den PatientInnen und informieren eingehend bezüglich aller Behandlungsschritte und der möglichen Nebenwirkungen.

Lebensqualität erhöhen

Die Lebensqualität bei Lungenkrebs hängt auch davon ab, wie gut die PatientInnen sich mit der Krankheit arrangieren können. Der Fokus sollte auf Lebensinhalte gelegt werden, die den PatientInnen Freude bereiten.

Brauchen die Betroffenen während dieser Zeit mehr Ruhe oder möchten sie lieber viel mit ihren Angehörigen unternehmen?

Einerseits wünschen sich die PatientInnen Ruhe, um über verschiedene Dinge nachdenken zu können oder sich mit etwas zu beschäftigen, für das sie vorher nie Zeit hatten. Andererseits ist es aber auch wichtig, dass das Leben ganz normal weitergeht, einschließlich unterschiedlichster Aktivitäten mit Angehörigen und Freunden.

Was ist während der Erkrankung für das körperliche und psychische Wohlbefinden wichtig?

Ein großer Wohlfühlfaktor ist eine gute, ausgewogene Ernährung in Verbindung mit Bewegung in der freien Natur. Wichtig ist, dass die Angehörigen den Betroffenen ausreichend Freiraum gewähren, um Kraft zu tanken. Für manche Lungenkrebs-PatientInnen rückt auch die Religion in den Vordergrund, die ihnen Halt gibt.

Angehörige sollten darauf achten, ihre Fürsorge den jeweiligen Bedürfnissen der PatientInnen anzupassen, Wünsche zu akzeptieren und sich nicht über deren Willen hinwegsetzen.

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Geprüft Franz Buchberger: Stand 19.11.2020 | AT-4214

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.

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