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Kurs Rheumatoide Arthritis und Psyche: Lektion 1 von 8

Psychologische Aspekte der rheumatoiden Arthritis

RheumapatientInnen befinden sich häufig in einem Teufelskreis. Die ständigen Schmerzen bedeuten eine große psychische Belastung. Daraus können Verzweiflung und Ängste resultieren, die zu einer steten inneren Anspannung führen. Das wiederum bewirkt eine weitere Zunahme der Rheumabeschwerden. Im Gegenzug können belastende Lebensereignisse wie der Tod eines Angehörigen, eine Trennung oder Krisen in zwischenmenschlichen Beziehungen mitverantwortlich für den Krankheitsausbruch sein. In dieser Lektion erfahren Sie, wie sich die Psyche auf Ihr Rheuma auswirkt und umgekehrt.

Video Transkript

Gibt es eine „Rheumapersönlichkeit“?

Immer wieder hört man und liest man darüber, dass es spezielle Persönlichkeitsmerkmale geben soll, die die Wahrscheinlichkeit für eine Schmerzerkrankung erhöhen, also die sogenannte Schmerzpersönlichkeit. Man muss ehrlicherweise sagen: Nein, es gibt keine Schmerzpersönlichkeit im Speziellen. Aber es gibt natürlich eine Reihe von Faktoren, die wir heute kennen, die möglicherweise auch bei Ihnen dazu beigetragen haben, dass aus einem zunächst akuten Schmerz ein chronischer Schmerz geworden ist.

Besteht ein Zusammenhang zwischen belastenden Lebensereignissen und dem Krankheitsausbruch?

Wie wir heute wissen, ist die rheumatoide Arthritis eine schwerwiegende körperliche Erkrankung. Da gibt es eindeutige medizinische Gründe, warum bei jemandem diese Krankheit ausbricht. Aber der Verlauf dieser Erkrankung hängt sehr stark von psychosozialen Faktoren ab, also von verschiedenen Belastungen, Stressfaktoren, die dazu beitragen können, ob Sie mehr oder weniger häufig starke Schmerzen haben.

Kann starke emotionale Belastung einen Schub auslösen?

Was wir heute zum Beispiel wissen ist, dass sehr starke emotionale Belastungen einen großen Einfluss auf Ihren Krankheitsverlauf haben. Also zum Beispiel wissen wir, dass Verlusterlebnisse, Trennungserfahrungen da einen großen Einfluss haben, beispielsweise wenn Sie den Arbeitsplatz verlieren, oder wenn eine Partnerschaft gefährdet ist, oder wenn eine sehr liebe Persönlichkeit in Ihrer näheren Umgebung sich trennt, verstirbt, schwer erkrankt. Das heißt: Immer dann, wenn Sie getrennt sind von diesem geliebten Menschen, dann kann das Ihren Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.

Welche Auswirkungen kann Rheumatoide Arthritis auf die Psyche haben?

Wenn jemand an einer rheumatoiden Arthritis erkrankt, hat das praktisch immer Auswirkungen auf die Psyche oder auf psychosoziale Faktoren.

Was viele Betroffene schildern ist, dass sie dann oft sehr große Angst haben – Angst vor starken Schmerzen, Angst vor einem sehr negativen Krankheitsverlauf, vor neuerlichen Schüben. Häufig treten dann auch Gefühle der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, der Zermürbung, vielleicht auch dann später depressive Symptome auf.

Etwas Weiteres, was wir häufig beobachten, sind Schlafstörungen. Und da gibt es eine Wechselwirkung: Schlafstörungen können an und für sich auch die Schmerzempfindlichkeit erhöhen. Wenn Sie also schlecht schlafen, sind Sie am nächsten Tag einfach schmerzempfindlicher. Und umgekehrt führen natürlich starke Schmerzen, vor allem während der Nachtstunden, auch zu Schlafstörungen. Viele Betroffene befinden sich da letztlich in einem Teufelskreis.

Woher kommt das Gefühl der Erschöpfung bei rheumatoider Arthritis?

Die Erschöpfung kann körperliche oder auch psychosoziale Ursachen haben.

Körperliche zum Beispiel eben Veränderungen des Immunsystems.

Bei den psychosozialen Ursachen kennen wir zum Beispiel dieses Gefühl des sich Verausgabens. Also wenn Sie jetzt zum Beispiel ständig gegen den Schmerz ankämpfen müssen, dann kann es sein, dass Sie innerlich ausbrennen. Sie können sich das so vorstellen wie bei einem Auto: Wenn Sie da ständig auf das Gas steigen, sich aber nicht fortbewegen, weil Sie die Kupplung nicht finden. Dieser ständige Kampf gegen den Schmerz, der subjektiv aussichtslos ist für Sie, kann das letztlich erschöpfen.

Ein weiterer Grund könnte auch darin liegen, dass Sie zum Beispiel eine depressive Entwicklung durchmachen. Sehr viele depressive Betroffene leiden unter Antriebslosigkeit, und das kann subjektiv auch wie Erschöpfung sich anfühlen.

Und ein dritter Grund natürlich die Schlafstörungen: Wenn Sie erschöpft sind, weil Sie wenig bis kaum geschlafen haben, dann sind sie tagsüber oft nicht leistungsfähig.

Was kann ich gegen die ständige Müdigkeit tun?

In der Bekämpfung von Müdigkeit stehen uns in der Psychosomatik mehrere Techniken oder Werkzeuge zur Verfügung.

Zum einen können wir Entspannungsübungen machen, Meditationsübungen. Das klingt zunächst paradox: Wenn ich jetzt erschöpft bin, dass ich mich noch mehr entspanne. Ich habe vorher kurz ausgeführt: Wenn Sie ständig ankämpfen oder ständig Belastungen und Stress haben, dann kann es sein, dass Sie sich innerlich verbrennen und erschöpfen. Da ist es hilfreich, wenn Sie versuchen, wieder loszulassen, wieder herunterzukommen mit entsprechenden Entspannungstechniken.

Das andere ist: Wenn Sie unter tatsächlicher Antriebslosigkeit, Antriebsminderung leiden, dass es durchaus sinnvoll ist, auch wieder einen sogenannten gestuften Aktivitätsaufbau zu beginnen. Das heißt, dass Sie mit ganz einfachen Lockerungsübungen anfangen, dass Sie beginnen, sich wieder zu bewegen, teilweise auch mit Atemübungen ein Stück weit, so weit es auch möglich ist, auch in den Schmerz hineingehen. Nicht zu viel, sodass Sie nicht zu starke Schmerzen haben, aber dass Sie letztlich Ihren Aktionsradius nach und nach wieder ausbauen können und wieder Kondition und Aktivität aufbauen lernen.

Was kann mir helfen, neue Kraft für den Alltag zu tanken?

Wir kennen aus der psychologischen Forschung einen Begriff die sogenannte Resilienz. Resilienz bedeutet Widerstandskraft. Aus der Forschung hat sich gezeigt, dass es Menschen gibt, die trotz widrigster Umstände gesund bleiben, fit bleiben, sich vital fühlen und eigentlich nie erkranken. Was gehört zu diesen Resilienzfaktoren dazu?

Resiliente Menschen fühlen sich zum Beispiel nicht als Opfer. Sie fühlen sich auch nicht als Täter, sondern sie nehmen Herausforderungen letztlich als das, was es ist und versuchen nicht nach Ursachen oder nach Schuldigen zu suchen, sondern nach Lösungen zu suchen.

Resiliente Menschen bereiten sich auf Krisen vor. Das heißt: Sie sind nicht überrascht, wenn es ihnen wieder mal schlecht geht, sondern sie haben dann bereits einen Krisenplan und wissen: Wenn es mir an einem bestimmten Tag wieder schlecht gehen sollte, dann habe ich meinen Plan, mache erstens, zweitens, drittens…

Da gibt es kein allgemeines Kochrezept, was Sie da tun können. Das ist letztlich etwas, das Sie mithilfe einer klinisch-psychologischen Behandlung oder Psychotherapie auch herausfinden können, wo Ihre persönliche Reise hingeht. Psychotherapie ist letztlich eine Art Entdeckungsreise zu sich selbst.

All diese Faktoren helfen, dass Sie besser mit Ihren Belastungen klarkommen.

Ein letzter Punkt: Resiliente Menschen lösen ihre Probleme nicht alleine. Das heißt: Sie vertrauen sich anderen Menschen an. Das alleine kann schon hilfreich sein, wenn man das Gefühl hat: Ich bin nicht alleine gelassen. Aber mehr Menschen, die mitdenken, finden auch schneller Lösungsansätze. Das heißt: Vertrauen Sie sich an. Geben Sie sich auch in die Obhut von geschulten Schmerzexpertinnen und -experten, die Sie dabei unterstützen, Ihren eigenen Weg zu finden.

Welche Übungen gibt es zur Schmerzlinderung?

Die Schmerzpsychotherapie oder Schmerzpsychologie kennt eine Vielzahl an Übungen, Werkzeuge, die Sie relativ einfach erlernen können, die Ihnen helfen, mit dem Schmerz besser umzugehen und Ihren Alltag besser zu meistern.

Beispielsweise eine Reihe von Entspannungstechniken, Atemübungen oder auch Meditationstechniken, Körperwahrnehmungsübungen, Körperreisen, auch sogenannte Achtsamkeitsübungen, wo Sie sich ganz bewusst auch auf Sinnesreize, auf Kanäle nach außen hin orientieren, das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen letztlich wieder schulen, um letztlich damit auch die Aufmerksamkeit ein Stück weit vom Schmerz weg zu fokussieren auf andere gesündere Lebensbereiche.

Dann gibt es Übungen, die darauf abzielen, mit negativen Gefühlen, z.B. Angst, Trauer, Hilflosigkeit, Wut besser umgehen zu lernen, und Gedankenübungen, sogenannte kognitive Techniken, die helfen, negative Gedanken, zum Beispiel Befürchtungen, Katastrophisieren, oder Hilflosigkeitsphantasien, eine Opferhaltung letztlich auch selber wieder hinterfragen zu lernen und damit zu einer bewussteren und gesünderen Lebensweise wiederzufinden.

Wieso können Atemübungen bei Schmerzen helfen?

Der Atem ist wahrscheinlich eine der zentralsten Funktionen unseres Lebens. Das erste, was wir tun, wenn wir auf die Welt kommen ist: Wir atmen ein. Das müssen wir nicht lernen, das ist reflexartig eingebaut. Und der Atem letztlich ist ja auch ein Zeichen von Lebendigkeit und Vitalität, und wir können den Atem bewusst nutzen, um damit auch wieder uns selber besser spüren zu lernen. Der Atem oder die Atemübungen zielen darauf, dass Sie in Ihrem Körper wieder Unterschiede kennenlernen, differenzieren lernen: Wo tut‘s denn eigentlich besonders weh, und wo sind vielleicht Inseln, wo Sie kaum oder gar keine Schmerzen spüren, sodass Sie sich bewusst auch ein Stück weit vom Schmerz weg bewegen können und sich in den schmerzfreien Arealen Ihres Körpers auch wieder ein Stück erholen können.

Zusätzlich ist der Atem geeignet, um einen Zustand des Umschaltens, des Loslassens, des Gelassenerwerdens auch wieder zu trainieren.

Übung: Bauchatmung

Ich mache Ihnen die Übungen einfach mal vor:

Sie nehmen eine möglichst angenehme Sitzhaltung ein in einem Raum, der möglichst ruhig ist, abgeschirmt von irgendwelchen Belastungen und Stressoren. Dann legen Sie die eine Hand über den Brustbereich und die andere Hand über den Bauchbereich.

Sie sehen, wenn Sie jetzt einatmen, welche Hand sich mehr hebt. Zu Beginn wird es wahrscheinlich so sein, dass sich die Brusthand mehr hebt. Und im Laufe des Atmens soll die Bauchhand dann stärker werden.

Sie können sich das so vorstellen wie bei einem Dudelsack, dass Sie die Luft in den Bauch hinein atmen und gleichzeitig wölbt sich der Bauch nach vorne. Die Hand hebt sich. Und dann überlassen Sie den Dudelsack sich selbst, und die Luft strömt aus diesem Bauchraum wieder raus, und die Hand senkt sich wieder.

Ich beginne jetzt einfach einmal mit der Atmung.

Vielleicht fällt es Ihnen leichter, wenn Sie auch mitzählen. Ich zähle mal vor:

21 – 22.

Jetzt bitte ausatmen: 21 – 22 – 23.

Wieder einatmen: 21 –22.

Und wieder ausatmen: 21 – 22 – 23.

Und wieder einatmen: 21 – 22.

Und wieder ausatmen und versuchen, es länger werden zu lassen: 22 – 23 – 24.

Wieder einatmen: 21 – 22.

Wieder ausatmen: 21 – 22 – 23 – 24.

Jetzt versuchen Sie es mal selbst.

Manchmal ist es hilfreich, beim Ausatmen auch irgendetwas Schönes zu denken, ein Ruhebild zu denken, eine angenehme Situation, wo Sie ein bisschen seufzen können: „Ach, ist das schön oder war das damals schön.“

Sie spüren diesen Wechsel zwischen Einatmen und Ausatmen. Und versuchen Sie, bei jedem Ausatmen etwas ruhiger zu werden, gelassener zu werden und sich ein Stück weit treiben zu lassen.

Diese Übung sollten Sie ungefähr 10 Minuten bis 15 Minuten durchführen, so gut das möglich ist in der Sitzhaltung, soweit das Ihr Schmerz heute erlaubt.

Auf den Punkt gebracht

Psychologische Aspekte der Rheumatoiden Arthritis

  • Psychosoziale Faktoren spielen eine zentrale Rolle bei der Schmerzverarbeitung.
  • Das Erlernen verschiedener Techniken zur besseren Bewältigung dieser Faktoren beeinflusst mit hoher Wahrscheinlichkeit den Krankheitsverlauf positiv.

Auswirkungen der Psyche auf rheumatoide Arthritis

Bislang sind die genauen Rheuma-Auslöser nicht bekannt. Die medizinische Forschung geht jedoch davon aus, dass unterschiedliche Faktoren an der Entstehung rheumatischer Erkrankungen beteiligt sind. Neben genetischen Ursachen und Umwelteinflüssen sind auch Stress und andere psychologische Aspekte von Bedeutung. Besonders hervorzuheben sind hierbei sogenannte Life Events wie Beziehungskrisen, Trennungen oder Todesfälle im näheren Umfeld.

Hängen psychische Belastungen und Rheuma zusammen?

Der Verlauf einer rheumatoiden Arthritis kann auch von psychosozialen Faktoren abhängen. So können ungelöste innere Konflikte und quälende Alltagsbelastungen die Erkrankung verstärken. Deshalb ist bei der Therapie von RheumapatientInnen eine psychologische Betreuung und Behandlung oft unerlässlich.

Indem Sie lernen besser mit Belastungen umzugehen, können Sie Ihre Resilienz, also Ihre persönliche Widerstandskraft, stärken. Den für Sie richtigen Umgang mit alltäglichen Belastungen können Sie zum Beispiel im Rahmen einer klinisch-psychologischen Behandlung oder einer Psychotherapie erlernen.

Wie hängen psychische Belastungen und Schübe zusammen?

In vielen Fällen führt andauernder Stress zu häufigeren und längeren Rheumaschüben. Insbesondere tägliche Auseinandersetzungen in sozialen Beziehungen können mit vermehrten Schüben verbunden sein.

Hingegen wirken sich funktionierende soziale Kontakte ebenso positiv auf den Krankheitsverlauf aus wie der Glaube daran, selbst etwas bewirken und sich auch angesichts der Erkrankung ein hohes Maß an Selbstständigkeit bewahren zu können. Gleiches gilt für die Fähigkeit, den Lebensmut und die Lebensfreude auch in schwierigen Lebenssituationen nicht zu verlieren.

Was kann ich gegen Stress tun?

Bei Stress, aber auch bei Anspannung, Unruhe und Ängsten, kann eine ruhige, gleichmäßige Bauchatmung Wunder wirken. Damit diese Entspannungsmethode auch in extremen Stresssituationen wirkt, müssen Sie sie „konditionieren“.

In unserem Video finden Sie eine interessante Übung dazu: Übung zur Bauchatmung

Auswirkungen der rheumatoiden Arthritis auf die Psyche

In erster Linie scheint es sich beim Rheuma um ein rein physisches Problem zu handeln. Die Gelenke tun weh, sind steif und geschwollen. Allerdings wirkt sich der körperliche Zustand in vielen Fällen auch auf die Psyche aus. Das betrifft vor allem PatientInnen, die unter besonders schweren Symptomen leiden oder schon länger mit der Erkrankung leben.

Anpassungen im Alltag

Die psychische Belastung durch Rheumatoide Arthritis kann manchmal sehr viel Energie rauben. Umso wichtiger ist es, im Alltag seine Ressourcen gut zu verteilen und eine gewisse Routine zu entwickeln. Anpassungen im Alltag können dabei helfen, nicht auf soziale Kontakte verzichten zu müssen oder für beliebte Aktivitäten keine Energie mehr zu haben.

Inwieweit Sie Ihren Alltag aufgrund der rheumatoiden Arthritis ändern müssen, hängt vor allem von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Viele PatientInnen lernen mit der Zeit, die mit der Krankheit einhergehenden Veränderungen und Beschwerden zu akzeptieren, ihre Energien besser einzuteilen und ihr Leben an die neuen Bedingungen anzupassen. Gemeinhin gibt es neben Zeiten, in denen die rheumatoide Arthritis im Vordergrund steht, auch Phasen, in denen Sie ein weitgehend normales Leben führen können.

Für Tage, an denen es Ihnen weniger gut geht, können folgende Tipps helfen, im Alltag besser zurechtzukommen:

Stoßzeiten vermeiden

Versuchen Sie Erledigungen außerhalb der Stoßzeiten zu machen. So kann beispielsweise eine lange Wartezeit an der Kassa im Supermarkt vermieden werden.

Gewohnte Wege

Gehen Sie in Supermärkten einkaufen, deren Räumlichkeiten Sie gut kennen. So wissen Sie bereits, wo Sie die Lebensmittel finden und Sie sparen wertvolle Energie.

Sich Zeit nehmen

Legen Sie Pausen ein und gönnen Sie sich ausreichend Erholung. Gerade nach anstrengenden Tätigkeiten ist eine Verschnaufpause wichtig, um neue Energie zu tanken.

Alltag planen

Planen Sie Aktivitäten gut und verteilen Sie Anstrengendes über die Woche. Viele große Aufgaben lassen sich gut in kleinere Teilaufgaben aufteilen.

Helfer im Alltag

Nutzen Sie spezielle Rheumahilfsmittel wie spezielle Küchenmesser, Flaschenöffner, Anziehhilfen oder spezielles Rheumabesteck.

Zeit für Erholung

Gehen Sie früh ins Bett und/oder machen Sie ein Mittagsschläfchen, um Ihrem Körper die Möglichkeit zur Regeneration zu geben.

  • Versuchen Sie Erledigungen außerhalb der Stoßzeiten zu machen. So kann beispielsweise eine lange Wartezeit an der Kassa im Supermarkt vermieden werden.
  • Laden Sie Freunde zu sich ein, anstatt auszugehen.
  • Legen Sie Pausen ein und gönnen Sie sich ausreichend Erholung.
  • Gehen Sie früh ins Bett und/oder machen Sie ein Mittagsschläfchen, um Ihrem Körper die Möglichkeit zur Regeneration zu geben.
  • Planen Sie Aktivitäten gut und verteilen Sie Anstrengendes über die Woche.
  • Nutzen Sie spezielle Rheumahilfsmittel wie spezielle Küchenmesser, Flaschenöffner, Anziehhilfen oder spezielles Rheumabesteck.
  • Gehen Sie in Supermärkten einkaufen, deren Räumlichkeiten Sie gut kennen. So wissen Sie bereits, wo Sie die Lebensmittel finden und Sie sparen wertvolle Energie.

Ein besserer Umgang mit Schmerzen lässt sich lernen

Es gibt eine Vielzahl an relativ einfachen Übungen, die dabei helfen können mit Schmerzen besser umzugehen. Mit Atemübungen wie der Bauchatmung kann beispielsweise der Atem bewusst genutzt werden, um sich selbst wieder besser zu spüren und bewusst loszulassen.

Übung zur Bauchatmung

Wussten Sie schon

Entzündungshemmende, kortisonhaltige Medikamente werden dem körpereigenen Stresshormon Kortisol nachgebildet und können daher auch negative Auswirkungen auf die Psyche haben.

Geprüft Prim. Prof. Priv. Doz. Dr. Michael Bach: Stand Juli 2019 | PP-BA-AT-0302 Juli 2019

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Dieser Kurs ist Teil der Kursreihe „Leben mit Rheumatoider Arthritis“

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Bildnachweis: VectorMine, HalfPoint | Bigstock

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