6. Selbsthilfe bei Migräne

Gibt es Auslöser von Migräne, die ich vermeiden kann?

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es viele verschiedene Faktoren gibt, die Migräneattacken auslösen können. Die am häufigsten beschriebenen Auslöser sind:

  • Alkoholkonsum
  • Rauchen von Zigaretten, Zigarren, Pfeifen etc.
  • Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus, wenig Schlaf
  • Stress
  • Menstruation

Was kann ich selbst tun, um Migräneattacken vorzubeugen?

Zur Vorbeugung einer Migräne gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen wird die medikamentöse Migräneprävention eingesetzt, zum anderen gibt es auch nicht-medikamentöse Maßnahmen.

Für ausführliche Informationen und Tipps können Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt um Rat fragen. Einige Beispiele sind im Folgenden aufgelistet:

  • Dreimal pro Woche leichter Ausdauersport (schwimmen, laufen)
  • Progressive Muskelentspannung
  • Biofeedback-Training
  • Akupunktur
  • Lebensstil mit geringem Alkoholkonsum und ausreichendem Schlaf
  • Kognitive Verhaltenstherapie

Bei Interesse können Sie sich an Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen wenden. Diese bieten verschiedene der genannten oder auch andere Maßnahmen für Migränepatient:innen an.

Was kann ich selbst bei einer Migräneattacke machen?

Im Laufe der Zeit können Sie folgende Maßnahmen austesten und für sich herausfinden, was Ihnen bei akuten Schmerzen hilft:

  • Einen neutralen Ort ohne Geräusch-, Geruch- oder Lärmeinwirkung suchen
  • Medikamente einnehmen, sobald Sie bemerken, dass eine Migräneattacke beginnt
  • Pfefferminzöl oder Tigerbalsam auf die Schläfen geben
  • Stirn und Augen kühlen
  • Akupressur

Zudem gibt es verschiedene Selbsthilfegruppen, in denen Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können. In diesen Gruppen erhalten Sie weitere hilfreiche Tipps und Informationen.

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Geprüft Dr.in Sonja-Maria Tesar: Stand Januar 2024 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.