2. Mitentscheiden bei der NMOSD-Therapiewahl

Wie wird entschieden, welche Behandlung bei NMOSD die beste für mich ist?

Die Wahl der Therapie bei der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) erfolgt abhängig von den Patient:innen und ihren Eigenschaften, Nebendiagnosen und Wünschen. Faktoren, die die Entscheidungsfindung beeinflussen, sind zum Beispiel:

  • Alter
  • Zukünftige Familienpläne
  • Individuelle Wünsche der Verabreichungsform
  • Intensität der bisherigen Schübe
  • Wirksamkeit der Therapie

Gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt können Sie dann die für Sie beste und passendste Therapieoption auswählen.

Was kann ich zur Therapieentscheidung bei NMOSD beitragen?

Für Sie selbst als Patient:in ist es wichtig, sich bereits vor dem Arztgespräch über die verschiedenen Therapieoptionen zu informieren. So haben Sie die Möglichkeit, noch offene Fragen zu den Therapieoptionen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen. Denn nur so kann eine gute gemeinsame Entscheidung getroffen werden. Für eine langfristige Anwendung der Therapie ist es wichtig, dass Sie selbst von der gewählten Therapieform überzeugt sind.

Welche Rolle spielt mein Alltag in der Therapieentscheidung bei NMOSD?

Ihr ganz individueller Alltag bringt zum Teil Wünsche in der Verabreichungsform der Therapie mit sich. So ist für einige Patient:innen z.B. die eigenständige monatliche Anwendung einer Spritzentherapie praktikabler, für andere wiederum regelmäßige Verabreichungen von Infusionen über ein Therapiezentrum. Ihre persönliche Familien- und Lebensplanung sollte bei der Entscheidung für eine Therapieform immer mitberücksichtigt werden.

Geprüft Dr. Martin Hümmert: Stand Dezember 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.