7. Zur Immuntherapie der NMOSD beitragen

Woran merke ich, dass meine Immuntherapie bei NMOSD wirkt?

Die erfolgreiche Wirkung Ihrer Immuntherapie kann anhand von drei Aspekten belegt werden:

  • Neben Ihren bisherigen Symptomen nehmen Sie selbst keine neuen neurologischen Einschränkungen wahr. Das beutet keine weiteren Einschränkungen z. B. der Mobilität, des Sehens oder der Kontinenz. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass Symptome, die einen akuten Schub definieren, mindestens über 24h anhalten müssen.
  • Auch bei den regelmäßigen neurologischen Untersuchungen lässt sich bei einer wirksamen Therapie feststellen, dass keine weiteren Einschränkungen hinzukommen.
  • Ebenso sollte zu Beginn der Erkrankung einmal jährlich ein MRT des Kopfes und des Rückenmarks erfolgen. Wirkt die Therapie angemessen, sollten sich auch hier keine neuen Auffälligkeiten zeigen.

Was sollte ich während der Immuntherapie bei NMOSD beachten?

Während der Therapie sollten Sie regelmäßige Kontrollen bei Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen durchführen lassen. Zu den Kontrollen gehören Gespräche mit Ihrem Behandlungsteam, aber auch regelmäßige Untersuchungen sind wichtig, um die Wirksamkeit der Therapie zu überprüfen. Es wird empfohlen, einmal pro Jahr eine Untersuchung in einem spezialisierten Zentrum vornehmen zu lassen. Über die Neuromyelitis optica Studiengruppe (NEMOS) finden Sie Unterstützung bei der Suche nach spezialisierten Zentren.

Was sollte ich beachten, wenn ich die Immuntherapie bei NMOSD wechseln möchte?

Wenn Sie Ihre Therapie wechseln möchten, sollte dies eine Entscheidung sein, die Sie nach reiflicher Überlegung treffen. Außerdem ist es sinnvoll, diese Entscheidung mit Ihrem Behandlungsteam in Ruhe zu besprechen und offene Fragen vorab zu klären. Zudem sollten Sie gemeinsam nach einer geeigneten neuen Therapie und einem passenden Zeitpunkt für den Wechsel suchen.

Was soll ich tun, wenn ich während der Immuntherapie bei NMOSD einen Kinderwunsch habe?

Wenn Sie während der Therapie einen Kinderwunsch entwickeln, besprechen Sie das frühzeitig mit Ihrem Behandlungsteam. Gemeinsam können Sie dann alle verschiedenen Möglichkeiten abwägen und auch einen passenden Zeitpunkt in Ihrem individuellen Therapieplan unter Berücksichtigung Ihres bisherigen Krankheitsverlaufes auswählen. Ist eine Umstellung der Therapie für Ihre Familienplanung nötig, so sollte auch diese nur nach gründlicher Abwägung und niemals kurzfristig erfolgen.

Geprüft Dr. Martin Hümmert: Stand Dezember 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.
Immuntherapie
Therapie, die das Immunsystem beeinflusst und bei verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. Krebs, eingesetzt wird. Je nach Krankheitsursache kann das Immunsystem gehemmt, stimuliert oder durch die Gabe von Antikörpern verändert werden.
MRT
(Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie)
Bildgebendes Verfahren, das sich besonders zur Darstellung von Weichteilen wie Muskeln oder Fettgewebe eignet. Magnetfelder lösen in den verschiedenen Geweben unterschiedliche Signale aus. Diese werden zu Bildern umgewandelt. Die Untersuchung ist schmerzlos und hat keine Strahlenbelastung.