5. Lichttherapie bei Psoriasis

Wie funktioniert die Lichttherapie bei Psoriasis?

Für die Psoriasis (Schuppenflechte) wird UV-A Licht, meist in Form der sogenannten PUVA-Therapie, benutzt. Dies bedeutet, dass die PatientInnen für eine erhöhte Wirksamkeit vor der Therapie einen Photosensibilisator erhalten. Die Photosensibilisierung erfolgt mit Hilfe von Psoralen, welches in Form von Tabletten, Salben oder über ein Bad aufgenommen werden kann.

Eine einzelne Sitzung ist meist recht kurz und kann, abhängig von der Art der Bestrahlung, zwei bis vier Mal pro Woche wiederholt werden. Die gesamte Therapiedauer der Lichttherapie liegt bei etwa sechs bis acht Wochen. Diese Art der Therapie gilt als sehr effektiv und kann auch allein zu kompletter Symptomfreiheit führen.

Lichttherapie

Bei der Lichttherapie, auch bekannt als Phototherapie handelt es sich um eine künstliche und ärztlich angeordnete Bestrahlung der Haut. Diese Bestrahlung erfolgt mit Licht, das je nach Wellenlänge in eine UV-A oder UV-B Therapie unterteilt wird. Konventionelle Solarien mit Sonnenbänken sind für diese Art der Therapie nicht geeignet.

Für wen ist die Lichttherapie geeignet?

Die Lichttherapie gilt als wirkungsstark und eignet sich daher besonders für folgende Psoriasis-PatientInnen:

  • PatientInnen mit einem moderaten Krankheitsverlauf (Hautbefall von über 10% der Körperoberfläche)
  • PatientInnen mit zum Beispiel betroffenen Händen und/oder Füßen, wodurch die Lebensqualität beispielsweise durch Juckreiz stark einschränkt ist

Vor Beginn der Lichttherapie sollten Sie als PatientIn vor allem darüber informiert sein, dass es sich bei der Lichttherapie um eine sehr zeitintensive Therapieform handelt. Es gibt zwar mittlerweile einige Heimgeräte zur Bestrahlung, die ausgeliehen werden können, der Großteil der Sitzungen findet jedoch in medizinischen Einrichtungen statt und erfordert somit einen höheren Zeiteinsatz als andere Therapieformen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen der Lichttherapie und was kann man dagegen tun?

In Folge der Lichttherapie ist die Haut häufig gerötet, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Diese Rötung tritt bei der UV-B-Therapie meist nach etwa 24 Stunden auf, bei der UV-A-Therapie meist erst später. Sie ist abhängig von der Dosis der Lichttherapie und bleibt als kurzfristige Nebenwirkung meist nicht lange auf der Haut sichtbar. Sollte die Hautrötung stärker als normal ausfallen, kann die Lichttherapie nach ärztlicher Absprache pausiert oder mit geringerer Dosis weitergeführt werden. Wichtig ist, dass die Augen während der Therapie besonders geschützt sind.

Weitere Folgen der Bestrahlung können sein:

  • Infektionen (zum Beispiel Herpes Infektionen)
  • Vorzeitige und/oder übermäßige Hautalterung
  • Erhöhtes Hautkrebsrisiko. Dem kann jedoch durch regelmäßige Hautscreening-Termine vorgebeugt werden.

Was sollte ich als PatientIn bei einer Lichttherapie beachten?

Während der Lichttherapie ist es besonders wichtig, zusätzliche Sonneneinstrahlung zu vermeiden, um die Haut nicht mehr als nötig zu belasten. Außerhalb der Bestrahlungstermine ist das konsequente Auftragen eines Lichtschutzfaktors auf den unbedeckten Körperregionen, wie dem Gesicht, wichtig.

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Geprüft Assoc. Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Constanze Jonak: Stand August 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.