2. Brustkrebs früh erkennen

Welche Untersuchungen gibt es bei der Brustkrebsvorsorge?

Zur Brustkrebsvorsorge gehören unter anderem folgende Untersuchungen:

  • Die Selbstabtastung
  • Die jährliche Untersuchung bei der Gynäkologin/beim Gynäkologen
  • Die Mammographie.

Bei Auffälligkeiten können weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. So kann zum Beispiel bei einer Biopsie eine kleine Gewebeprobe aus der Brust entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Dadurch können MedizinerInnen feststellen, ob es sich um eine bösartige Veränderung handelt.

Wie kann ich selbst zur Brustkrebsvorsorge beitragen?

Es kann helfen, wenn Sie die Selbstabtastung in Ihren Alltag einbauen. Nehmen Sie sich einmal im Monat nach der Menstruationsblutung kurz Zeit dafür. Beispielsweise vor oder nach dem Duschen.

Folgende Tipps können Ihnen bei der Selbstabtastung der Brust helfen:

  • Spüren Sie eine Veränderung?
  • Tun die Knötchen weh?
  • Lassen sich die Knötchen nicht verschieben?

Können Sie eine der Fragen mit Ja beantworten, lassen Sie Ihre Brust nochmals genauer von Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen untersuchen.

Wie funktioniert die Selbstabtastung?

Nehmen Sie sich Zeit und tasten Sie jede Brust sorgfältig ab. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Untersuchung zu Beginn befremdlich anfühlt. Mit der Zeit werden Sie routinierter und können mögliche Veränderungen erkennen. Achten Sie auf tastbare Knötchen oder verhärtete Stellen. Es können kleine Knubbel im Brustgewebe zu spüren sein, das sind sogenannte Drüsengänge der Brust, die natürlich und harmlos sind. Tasten Sie auch die Brustwarze ab.

Ihre Gynäkologin/Ihr Gynäkologe wird Ihnen zeigen, wie Sie die Selbstuntersuchung am besten durchführen. 

Weitere Tipps zur Selbstabtastung der Brust finden Sie in unserem Kurs Brustkrebs verstehen.

Ab welchem Alter und wie oft sollte ich zur Brustkrebsvorsorge gehen?

Ab wann Sie welche Kontrolluntersuchung für die Brust durchführen können/sollten, finden Sie hier:

  • Die Selbstabtastung ab dem 20. Lebensjahr: einmal im Monat
  • Die jährliche Untersuchung bei der Gynäkologin/beim Gynäkologen:
    • Brustabtastung einmal im Jahr
    • Mammographie ab dem 40. Lebensjahr, einmal im Jahr.

Übernimmt meine Krankenversicherung die Kosten der Brustuntersuchung?

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung, bei der auch die Brust abgetastet wird, kann einmal im Jahr von der Krankenkasse übernommen werden.

Die Mammographie wird für Frauen ab 40 Jahren alle zwei Jahre von der Krankenkasse übernommen.

Außerdem gibt es das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren. Hierfür benötigen sie weder eine spezielle Registrierung noch eine Überweisung. Sie bekommen automatisch eine Einladung für die Checks nachhause geschickt.

Befinden Sie sich außerhalb dieser Altersklasse, so können Sie sich freiwillig zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm anmelden unter der Telefon-Serviceline 0800 500 181 oder online auf www.frueh-erkennen.at.

Wo wird das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm durchgeführt?

Nachdem Sie sich zum Brustkrebsfrüherkennungsprogramm angemeldet oder Ihren Erinnerungsbrief erhalten haben können Sie sich einen Termin zur Mammographie ausmachen.
Die Mammographie findet in qualitätsgesicherten Röntgen-Zentren oder Gesundheitszentren statt. Während Ihres Termins werden Sie von einer Radiologin/einem Radiologen und RadiologietechnologInnen betreut. Ein Zentrum in Ihrer Nähe findet Sie online auf www.frueh-erkennen.at.

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Geprüft Dr. Gerald Bachinger und Prim. Priv.-Doz.in Dr.in Birgit Grünberger: Stand März 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.
Biopsie
Entnahme von verdächtigen Gewebeproben, um eine Krebserkrankung oder entartete Zellen zu diagnostizieren. Gewebeproben werden je nach Organ mit verschiedenen Techniken entnommen und unter dem Mikroskop beurteilt.