1. Krebs und Gentests

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[00:05]

Was ist ein Gentest?

Ein Gentest ist eine Untersuchung der genetischen Information des Menschen. Sie müssen sich die genetische Information vorstellen wie einen Bauplan. Und wir untersuchen bei einem Gentest, ob der Bauplan tatsächlich eine funktionsfähige Wiedergabe der Eiweißmoleküle des Menschen ermöglicht.

Die Genuntersuchung kann in einer Blutabnahme durchgeführt werden, ist also relativ schmerzlos und einfach durchzuführen.

[00:35]

Wann wird ein Gentest durchgeführt?

Ein Gentest kann immer dann angeboten werden, wenn eine familiäre Disposition besteht. Das bedeutet, dass in einer Familie, in einer väterlichen oder einer mütterlichen Linie mehrere Erkrankungsfälle von Brustkrebs oder Eierstockkrebs vorkommen.

Immer dann, wenn wir bei der Anamnese, also bei der Erfahrung der Familiengeschichte, entdecken, dass mehrere Frauen an Brustkrebs oder Eierstockkrebs betroffen sind, auch Prostatakarzinom-Fälle bei Männern in der Familie sind immer ein Hinweis darauf, dann könnte das eine genetische Ursache haben. Und in solchen Fällen bieten wir Betroffenen eine genetische Beratung an.

Wenn sich in der Beratung herausstellt, dass tatsächlich die realistische Möglichkeit besteht, dass eine Genveränderung, eine sogenannte Mutation vorliegt, dann können wir einen solchen Test auch anbieten.

[01:37]

Warum wird ein Gentest durchgeführt?

Wir führen heute Genanalysen durch

  • einerseits, weil wir das Risiko einer Person kennenlernen möchten, noch einmal an einem Krebs zu erkranken, an einem neuen Krebs zu erkranken,
  • andererseits, weil wir auch wissen möchten, ob die Möglichkeit besteht, dass dieser genetische Defekt an nachfolgende Generationen weitergegeben wird.

Aus diesem Grund werden Genanalysen durchgeführt.

Heute ergibt sich auch die Möglichkeit, bei Vorhandensein einer Genveränderung einen Einfluss auf die Therapie zu nehmen.

  • Das heißt im Falle der Operation vielleicht etwas extensiver, etwas ausführlicher zu operieren.
  • Das kann aber auch bedeuten, dass neue Medikamente eingesetzt werden.

Deswegen ist die Genmutations-Analyse gerade bei den beiden wichtigsten Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 so wichtig, weil sie uns eine therapeutische Entscheidung ermöglichen und ganz neue Medikamente inzwischen eingesetzt werden können, wenn eine derartige Mutation vorliegt. Und deswegen ist es wichtig, bei inzwischen mehr und mehr Krebsarten zu wissen, ob eine Genmutation vorliegt.

[02:55]

Welche Arten von Gentests gibt es?

Wir unterscheiden

  • Gentests, klassische Gentests, bei denen also der Bauplan des menschlichen Organismus untersucht wird und auf Schreibfehler hin geprüft wird,
  • von sogenannten Genexpressionstests. Die kann man nur im Tumor durchführen. Da muss also schon ein Krebs aufgetreten sein. Und die Genexpressionstests geben uns eine Information über die Gefährlichkeit, die Aggressivität von Tumorgewebe.

Bei Gentests wie zum Beispiel den BRCA1- oder BRCA2-2-Test oder anderen Gentests in anderen Risikokonstellationen geht es darum, einen Defekt im Bauplan zu finden, der in allen Zellen des Körpers vorkommt und der deswegen auch weitergegeben werden kann an nachfolgende Generationen.

Gentests und Ihre Bedeutung bei Krebs

Ein Gentest kann aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt werden. Ein BRCA-Gentest wird meist durchgeführt, um das erbliche Risiko für Brust- und Eierstockkrebs einzuschätzen. Aber auch bei bereits Betroffenen kann eine Testung wichtig sein, z.B. für die Therapiewahl.

Was wird bei einem Gentest untersucht und warum?

Bei einem Gentest wird Ihr Erbgut, also die vererbbaren Informationen einer Zelle, untersucht.

Das kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen:

  • um das Risiko für eine Erkrankung abzuschätzen und dadurch vorbeugende Maßnahmen einleiten zu können,
  • um die Ursache von Zellveränderungen genau zu bestimmen und dadurch passende Medikamente einsetzen zu können oder
  • um erblich bedingte Krankheiten festzustellen und damit das Wissen um eine mögliche Vererbung zu erlangen.

Was wird bei einem BRCA-Gentest getestet?

Anhand eines BRCA-Gentest können Sie feststellen lassen, ob Ihr Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erhöht ist.

Man unterscheidet die Keimbahntestung und die Tumortestung. Bei der Keimbahntestung wird untersucht, ob sich die Mutation in allen Zellen des Körpers findet. Bei der Tumortestung wird bei einer bereits bestehenden Krebserkrankung untersucht, ob diese auf eine Mutation zurückzuführen ist.

Sollte eine BRCA1/BRCA2-Mutation entdeckt werden, besteht in vielen Fällen die Chance, einem schweren Krankheitsverlauf mit einem intensiven Früherkennungsprogramm oder vorbeugenden Maßnahmen entgegen zu wirken.

Ich war und bin ein sehr zielstrebiger, aktiver Mensch. Das änderte sich auch in dieser Zeit nicht. Ich wollte mich nicht, “meinem Schicksal ausliefern”. Ich wollte die Kontrolle und Sicherheit über mein Leben zurück! Wissen wurde für mich gleichbedeutend mit Macht. Macht über mein Leben und meine Gesundheit.
@fraeulein_brca
Betroffene
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[00:05]

Was bedeutet Keimbahn- und Tumortestung?

Man kann natürlich Genveränderungen im Tumor untersuchen. Das ist ein aufwendigeres Prozedere. Aber das ist heute sehr gut machbar.

Allerdings ist es nicht immer eine Methode, die wir durchführen können. Manchmal erhalten wir einfach kein Ergebnis, kein aussagekräftiges Ergebnis. Und deswegen ist es oft günstiger, eine Blutuntersuchung durchzuführen.

Bei Fällen von Eierstockkrebs, wo wir den Einsatz bestimmter Medikamente untersuchen wollen, ob das möglich ist, diese Medikamente einzusetzen, da kann man aus Tumorgewebe eine Analyse durchführen.

Immer dann, wenn wir sicher eine Information darüber erhalten wollen, ob alle Zellen des menschlichen Körpers diesen Gendefekt, diese Mutation tragen, führen wir eine Blutuntersuchung durch.

Und das sind Veränderungen, die eben in allen Zellen des Körpers vorkommen und daher auch im Blut beweisbar sind. Und hier eignet sich immer der sogenannte Keimbahn-Test. Keimbahn bedeutet immer: Alle Zellen des Körpers sind betroffen, und es besteht die Möglichkeit, dass dieser Gendefekt an eine nachfolgende Generation weitergegeben wird.

Beim Tumortest wird die sogenannte somatische Mutation untersucht. Das sind Veränderungen, die nur für diesen Tumor spezifisch sind und die nicht an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können und die auch nicht automatisch bedeutet, dass man ein erhöhtes Risiko für andere Krebse in sich trägt.

[01:35]

Welche Methode ist in welchem Fall sinnvoll?

Bei Fällen von Brustkrebs, besonders wenn es um einen fortgeschrittenen Brustkrebs sich handelt, machen wir üblicherweise eine Keimbahnanalyse, das heißt: Wir entnehmen der Patientin oder der Betroffenen Blut.

Das gilt auch für spezielle Fälle von Krebs, zum Beispiel im sogenannten Triple-Negativen Brustkrebs. Auch hier wird eine Blutabnahme durchgeführt, um eine Keimbahnmutation zu untersuchen.

Moderne Medikamente, sogenannte PARP-Inhibitoren, sind ebenfalls beim Brustkrebs nur bei Vorliegen einer Keimbahnmutation zugelassen. Das heißt, wir müssen auch hier eine Blutabnahme durchführen.

Beim Eierstockkrebs sieht die Situation ein wenig anders aus. Hier kann man entweder die Keimbahnanalyse durchführen aus dem Blut oder die Tumoranalyse aus dem bereits entnommenen Tumorgewebe.

Bei Vorliegen einer BRCA-Mutation kann in beiden Fällen ein spezielles Medikament, ein sogenannter PARP-Inhibitor, eingesetzt werden.

[02:43]

Können beide Arten von Gentests durchgeführt werden?

Wenn wir bei einer Tumoranalyse eine BRCA1- oder BRCA2-Mutation entdecken, also ein Tumor-assoziierte Mutation entdecken, dann bieten wir den Betroffenen stets auch eine Keimbahnmutations-Analyse an. Das heißt: Wir bieten eine Blutabnahme an nach einer ausführlichen genetischen Beratung und einer entsprechenden Aufklärung. Denn das Ergebnis dieser Analyse hat ja Konsequenzen für die Nachkommen, für die Kinder –für die das Risiko, selbst einmal an einem anderen Krebs zu erkranken. Deswegen ist es so wichtig, dass Betroffene vorher eine genetische Beratung von einem Facharzt in der Fachdisziplin oder einem Humangenetiker durchgeführt bekommen.

Arten von BRCA-Gentests: Keimbahntestung und Tumortestung

Es gibt unterschiedliche Arten von Gentests. Bei einer BRCA-Gentestung wird zwischen Tumortestung und Keimbahntestung unterschieden. Aufgrund Ihrer individuellen Situation wird abgewogen ob eine Tumortestung, eine Keimbahntestung oder beides sinnvoll ist.

Was ist eine Keimbahntestung?

Bei der Keimbahntestung wird über eine Blutabnahme untersucht, ob die Mutation in allen Zellen des Körpers zu finden ist. Sollte eine Mutation gefunden werden, besteht ein erhöhtes Krebsrisiko und das Risiko diese Mutation an seine Nachkommen zu vererben. Das Ergebnis hat Auswirkungen auf vorbeugende Maßnahmen und auf die gesamte Familie.

Was ist eine Tumortestung?

Die Tumortestung wird durchgeführt, wenn bereits eine Krebserkrankung vorliegt. Dabei wird eine Tumorprobe untersucht, ob sie eine BRCA-Mutation aufweist. Das Ergebnis kann nicht nur für die Therapie wichtig sein, sondern für die Entscheidung zu einer Keimbahntestung.

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[00:05]

Was kann ein Gentest über mein Krebsrisiko verraten?

Ein Gentest kann bei Erkennen einer BRCA1- oder BRCA2-Mutationen ein sehr stark erhöhtes Krebsrisiko erkennen lassen.

Bei Vorliegen einer BRCA1-Mutation ist die Lebenszeit-Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, etwa 80 Prozent. Das heißt: acht von zehn Frauen, die eine BRCA1-Keimbahnmutation tragen, erkranken im Laufe des Lebens an Brustkrebs.

Bei Vorliegen einer BRCA2-Keimbahnmutation ist das Risiko für Brustkrebs ähnlich hoch. Dazu kommt, dass in beiden Fällen auch Eierstockkrebsrisiken erhöht sind.

Im Falle von BRCA1 liegt das Lebensrisiko, an einem Eierstockkrebs zu erkranken, bei etwa 50 Prozent. Das heißt, jede zweite Frau, die eine BRCA1-Keimbahnmutation trägt, wird im Laufe des Lebens an einem Eierstockkrebs erkranken.

Bei BRCA2 ist das Risiko ein wenig geringer. Da schätzen wir, dass etwa ein Drittel aller Frauen, die eine BRCA2-Keimbahnmutation tragen, im Laufe des Lebens an einem Eierstockkrebs erkranken werden.

Typischerweise erkranken Frauen mit einer BRCA-Mutation sehr jung an Brustkrebs. Wir sehen durchaus Frauen, die mit Ende 20, Anfang 30 an Brustkrebs erkranken. Und bei solchen jungen Erkrankungsaltern vermuten wir natürlich sehr rasch, dass hier eine Mutation vorliegt und bieten Frauen auch eine entsprechende genetische Beratung an.

Was den Eierstockkrebs angeht, so hat er nicht diese Altersabhängigkeit. Man kann auch in späteren Lebensjahren noch bei Vorliegen einer BRCA-Mutation an einem Eierstockkrebs erkranken.

Bei anderen Tumoren, zum Beispiel Darmkrebs, dem malignen Melanom, dem Prostatakarzinom bei Männern oder dem Pankreaskarzinom finden wir ebenfalls eine Risikoerhöhung. Das Risiko, an diesen Erkrankungen zu erkranken, liegt bei etwa drei, dem relativen Risiko von drei. Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist etwa zwei bis dreimal so hoch.

Sie müssen nicht daran erkranken. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, erhöht. Deswegen ist es so wichtig, Krebsfrüherkennung durchzuführen: Koloskopie beispielsweise, einmal im Jahr zum Hautarzt zu gehen. Das gilt besonders für jene Frauen und Männer, die eine BRCA-Keimbahnmutation in sich tragen.

[02:36]

Was bedeuten die unterschiedlichen Testergebnisse?

Wenn wir eine Keimbahnmutationsuntersuchung durchführen, erwarten wir im Prinzip zwei Ergebnisse:

  • Entweder wir finden eine Mutation, eine sogenannte funktionell relevante Mutation, das heißt eine Veränderung in den Genen, die dazu führen, dass das Eiweißmolekül, das von diesen Genen codiert wird, defekt ist, seine Funktion nicht aufrechterhalten kann. Und damit steigt das Krebsrisiko.
  • Die zweite mögliche Erkenntnis ist, dass keine Mutation vorliegt, dass ein sogenannter Wildtyp vorliegt. Wildtyp bedeutet: Die genetische Information ist komplett normal, kein deutlich erhöhtes Risiko.

Ganz selten kann es vorkommen, dass wir Veränderungen entdecken, die wir UV nennen, Variationen unklarer Signifikanz. Das sind Veränderungen, mit denen wir zum heutigen Wissensstand noch nicht genau sagen können, ob das Krebsrisiko erhöht ist oder nicht. Der zunehmende medizinische Fortschritt wird uns in den nächsten Jahren hier weitere Informationen geben. Und in solchen Fällen kann es durchaus sein, dass wir in fünf, in zehn Jahren erfahren: Die Veränderungen, die wir gefunden haben, hat keine medizinische Bedeutung, ist ein sogenannter Polymorphismus, das heißt, das Risiko ist nicht erhöht zu erkranken. Es kann aber auch, wenngleich selten passieren, dass aus dieser UV, dieser Variation unklarer Signifikanz eine Mutation wird. Das heißt: Jetzt ist es sicher, diese Veränderung erhöht Ihr Krebsrisiko signifikant.

Wir untersuchen einmal im Jahr die internationalen Datenbanken nach der neuesten wissenschaftlichen Evidenz und klassifizieren dann, wenn notwendig, um.

Aber diese UV sind nur sehr selten vorkommend. Wir schätzen, dass zwei bis drei von 100 Frauen, bei denen wir eine Veränderung finden, eine solche UV tragen. In der allergrößten Anzahl der Fälle können wir sehr genau und sehr klar sagen, ob das Risiko erhöht ist, weil eine Mutation vorliegt, oder ob es nicht erhöht ist, weil ein Wildling vorliegt, also ein ganz normales genetisches Muster.

[04:51]

Wie wahrscheinlich ist bei positiver Tumortestung, dass auch die Keimbahn betroffen ist?

  • In den allermeisten Fällen finden wir Veränderungen, die wir im Tumorgewebe entdecken, auch in allen anderen Zellen des Körpers. Wir sprechen also hier wiederum von einer Keimbahn-Mutation.
  • Nur in etwa sechs Prozent, also in sechs von hundert Betroffenen, bei denen wir eine Mutation im Tumorgewebe finden, können wir diese im Keimbahngewebe, also im Blut, nicht nachweisen. Das heißt, in diesen sechs Prozent Fällen ist die Mutation im Tumorgewebe neu entstanden.

Ganz wichtig: Diese Mutation im Tumorgewebe kann nicht an die Nachkommen vererbt werden. Sie kann auch nicht dazu führen, dass das generelle Krebsrisiko erhöht ist.

Dann, wenn wir allerdings die Mutation in der Keimbahn finden, also im Blut nachweisen können, dann wissen wir ist das generelle Krebsrisiko erhöht. Und dann besteht für die Nachkommen eine realistische Chance, dass sie auch diese GEnveränderung vererbt bekommen.

[06:00]

Was kann ein Gentest aussagen und was nicht?

Ein Gentest kann uns eine Information über die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Krebserkrankung zu erkranken, geben.

Ein Gentest kann uns auch eine Information darüber geben, ob möglicherweise Kinder, Verwandte, Geschwister ebenfalls ein erhöhtes Risiko tragen können. Dann nämlich, wenn ein Gentest durchgeführt wird und sich auch in den Kindern oder in den Geschwistern eine Genmutation nachweisen lässt.

Ein Gentest kann uns aber keine Informationen, zumindest beim Brustkrebs, keine Informationen über den Krankheitsverlauf bei bereits erkrankten Frauen geben. Beim Eierstockkrebs ist das ein wenig anders. Da wissen wir, dass das Vorliegen einer Genveränderung, einer Mutation einen eher günstigen Krankheitsverlauf vermuten lässt.

Allerdings muss uns klar sein, dass auch wenn wir keine Mutationen finden, das Krebsrisiko erhöht sein kann. Dann nämlich, wenn andere Verwandte ebenfalls an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Dann scheinen es wohl mehrere Gene zu sein, die gemeinsam einen Beitrag zur Risikoerhöhung führen.

Also ein negativer Test bedeutet nicht, dass man nicht an Brust- oder Eierstockkrebs erkranken kann. Er sagt nur aus, dass das Risiko deutlich niedriger ist.

Mögliche Ergebnisse

Das Ergebnis einer BRCA-Testung kann positiv, negativ oder unklar ausfallen. Da das Ergebnis jedoch nicht so einfach zu interpretieren ist, kommen durch das Ergebnis meist noch weitere Fragen auf.

Erhöhen Veränderungen der BRCA-Gene die Wahrscheinlichkeit für andere Krebserkrankungen?

Obwohl BRCA1 und BRCA2 vor allem bekannt sind, weil sie das Risiko von Brust- und Eierstockkrebs deutlich erhöhen, können sie auch die Entstehung von anderen Tumor-Erkrankungen begünstigen – etwa von Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Melanomen und bei Männern Prostatakrebs. Bei Frauen mit einer BRCA1- oder BRCA2-Mutation kommt allerdings keine dieser Krebsformen in ihrer Häufigkeit an Brust- und Eierstockkrebs heran.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Krebs genetisch bedingt ist?

Wenn in Ihrer Familie Krebserkrankungen vorgekommen sind, fragen Sie sich vielleicht, ob bei Ihnen eine Veranlagung vorliegt. Tatsächlich können manche Krebsarten erblich bedingt sein. Diese Vererbung kann sowohl weibliche als auch männliche Familienmitglieder betreffen.

Nicht immer haben Brustkrebs- und Eierstockkrebs einen familiären Ursprung. Nur 5-10% aller Brustkrebserkrankungen sind auf genetische Veränderungen zurück zu führen. Die überwiegende Mehrheit aller Brustkrebserkrankungen hat andere Ursachen.

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  • Glossar Hier finden Sie begleitend zur Online-Kursreihe "BRCA-Gentest" alle wichtigen Begriffe gesammelt.

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Geprüft Univ.-Prof. Dr. Christian Singer: Stand 22.10.2020 | AT-4006 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.