3. Vorbereitung auf die Therapie

Die Behandlung planen

Während der Lungenkrebstherapie wird es möglicherweise Tage geben, an denen Sie sich  gut fühlen, aber auch solche, an denen Sie müde und erschöpft sind. Welche Tipps gibt es für die Vorbereitung auf die Therapie?

Kurzfristige Ziele setzen

Während intensiver Behandlungsphasen ist es ratsam, eher kurzfristig zu planen, um immer auf Ihre momentane Stimmung und körperliche Verfassung Rücksicht nehmen zu können. Wichtig ist, dass Sie sich die Freiheit nehmen, flexibel zu sein.

Hören Sie auf Ihre Bedürfnisse. Fragen Sie sich:

  • Wie geht es mir heute?
  • Was brauche ich heute?
  • Was passt jetzt für mich?
  • Was tut mir jetzt gut?
  • Was ist im Moment vielleicht zu belastend?

Zwingen Sie sich nicht, etwas zu tun, nur weil es geplant war.

Überzeugung stärken

Je besser Sie verstehen und nachvollziehen können, wie die Therapie in Ihrem Körper wirkt, desto leichter wir es Ihnen fallen, auf den Behandlungserfolg zu vertrauen.

Scheuen Sie sich nicht davor, auf Ihre ÄrztInnen zuzugehen und konkret zu fragen:

  • Was wird genau gemacht?
  • Wie funktioniert das?
  • Was kann ich davon erwarten?

Dieses Wissen hilft Ihnen über eventuell auftretende Unsicherheiten hinweg und stärkt Ihre Überzeugung, dass die Behandlung wirkt.

Stärkung für die Therapie

Die Krebstherapie kann kräftezehrend sein. Hilfreich kann in diesen Situationen sein, Möglichkeiten zu haben, um sich selbst zu stärken und Unterstützung von anderen anzunehmen.

Mentale Stärke durch Sport und Bewegung

Sport und Bewegung sind gut für Ihr Immunsystem. Es genügt schon, wenn Sie öfters ein wenig spazieren gehen. Aufenthalte in der Natur sind heilsam für das körpereigene Abwehrsystem und fördern die Lebensqualität.

Versuchen Sie, moderate Bewegungen an der frischen Luft zu machen. Haben Sie bislang Sport getrieben, können Sie das auch weiterhin tun, sofern es Ihnen guttut. Auf diese Weise stärken Sie Ihre körperliche und die mentale Gesundheit.

Meine Selbstwirksamkeit entdecken

Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, Situationen durch eigenes Handeln beeinflussen zu können. Wer an seine Selbstwirksamkeit glaubt, bemüht sich um Ideen, um die Situation zu verbessern, und setzt diese dann auch um.

Überlegen Sie, was Sie machen können, damit es Ihnen besser geht. Probieren Sie es aus und schauen Sie, wie es hilft. Sie werden sehen, dass es darauf ankommt, was Sie tun, und dass Sie einen Einfluss auf Ihre Lebensqualität haben können.

Hilfe annehmen

Die Krebstherapie kann möglicherweise bewirken, dass Sie sich manchmal schwach fühlen und Mühe haben, den Alltag zu bewältigen. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen.

Menschen in Ihrem Umfeld in die Vorbereitung einbeziehen

Sie können bereits vor der Therapie Ihre Angehörigen und Freunde mit einbeziehen, um sich von diesen dann während der Behandlung helfen zu lassen. Sorgen Sie sich nicht darum, dass Sie die anderen zu sehr belasten könnten. Sagen Sie ihnen ganz genau, was Sie von ihnen brauchen und sich wünschen, etwa:

  • dass sich jemand um Ihre Wohnung kümmert, wenn Sie im Spital sind,
  • dass jemand Sie im Krankenhaus besucht,
  • dass Sie jemand regelmäßig anruft.

Über Sorgen und Ängste sprechen

Wenden Sie sich bei Sorgen und Ängsten in Bezug auf die Therapie an Ihre BehandlerInnen. Können Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt nicht so gut sprechen zögern Sie nicht, mit anderen Menschen zu reden. Geeignete Ansprechpartner sind beispielsweise:

  • Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt,
  • ÄrztInnen bei der Krebshilfe oder
  • andere Betroffene.

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Geprüft Dr.in Mag.a Birgit Hladschik-Kermer: 24.03.2021 | AT-4735

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.

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