3. Arztgespräch bei der Kortisontherapie

Was sollte ich meiner Ärztin/meinem Arzt vor der Behandlung mit Kortison mitteilen?

Bevor eine Therapie mit Kortison begonnen wird, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie umfangreich untersuchen und Ihnen einige Fragen stellen. Bei diesem Gespräch ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über Ihre Vorerkrankungen informieren. Zu den Erkrankungen, die vor Therapiebeginn abgeklärt werden müssen, gehören:

  • Osteoporose (=Knochenschwund)
  • Magengeschwüre
  • Infektionskrankheiten
  • Grüner Star
  • Thromboseneigung (stattgefundene Beinvenenthrombose oder Lungenembolie)
  • Kinderwunsch

Welche Fragen sollte ich der Ärztin/ dem Arzt vor oder während der Behandlung mit Kortison stellen?

Sollten Sie Fragen zur Kortisontherapie haben, scheuen Sie sich nicht, Ihr behandelndes Ärzteteam zu fragen. Sprechen Sie auch eventuelle Unsicherheiten und Ängste bei Ihrem Behandlungsteam an. Nur so ist es möglich Unsicherheiten zu vermeiden und Vertrauen in die Therapie zu gewinnen.

Sollten Sie bei dem Gespräch nicht alles verstanden haben, fragen Sie gern noch einmal nach. Dies ist sehr wichtig, da Kortison korrekt angewendet werden muss, damit eine Besserung der Beschwerden erzielt werden kann. Oftmals ist es auch ratsam, dass Sie eine Vertrauensperson zu dem Gespräch begleitet. Gemeinsam lassen sich die Inhalte des Gesprächs besser merken.

Tipp: Medikamentenliste

Wenn Sie täglich Medikamente einnehmen, ist es ratsam, immer eine Medikamentenliste bei sich zu tragen. Drucken Sie sich eine Liste mit den Namen der Medikamente und der jeweiligen Dosierung aus. Sollten Sie ungeplant medizinische Hilfe benötigen, können Sie die Ärzt:innen direkt über Ihre Dauermedikation informieren. Dies ist auch bei einer Kortisontherapie sehr wichtig, um Wechselwirkungen vermeiden zu können.

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Geprüft Prim. Dr. Hans Peter Gröchenig: Stand November 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.
Antikörper
(Immunoglobuline)
Eiweiße (Proteine), die von Zellen des Immunsystems gebildet werden, um Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen. Bei manchen Erkrankungen kann es zu einer fehlgeleiteten Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Zellen oder Strukturen kommen.
Dauermedikation
Die regelmäßige und langfristige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung einer chronischen Erkrankung.
Eiweiße
Eiweiße, auch bekannt als Proteine, sind Makromoleküle, die aus Ketten von Aminosäuren bestehen. Sie spielen eine entscheidende Rolle im Aufbau und der Funktion von Zellen und Geweben im Körper.
Kortison
Kortison ist ein körpereigenes Hormon. Für therapeutische Zwecke wird es meist in höheren Konzentrationen verwendet und wirkt dann vor allem entzündungshemmend.