selpers - Mit der Erkrankung am Leben teilnehmen. Was ich für mich tun kann.

Fragen an die Ärztin/den Arzt bei Ovarialkarzinom

Im hektischen Klinikalltag bleibt häufig kaum Zeit für ausführliche Unterhaltungen. Darüber hinaus können Sie sich nach der Diagnosestellung in einem Gefühlschaos befinden, das Ihnen das strukturierte Denken erschwert. Um sicherzugehen, dass Sie nichts vergessen, ist es daher ratsam, sich schon zu Hause auf das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt vorzubereiten und die wichtigsten Fragen schriftlich festzuhalten.

Diagnose:

  1. Welche Tumorart habe ich genau?
  2. Muss zur Sicherung der Diagnose eine Operation (“operatives Staging”) durchgeführt werden?
  3. Kommt für mich eine Bauchspiegelung (explorative Laparoskopie) in Frage oder muss ein Bauchschnitt (explorative Laparotomie) durchgeführt werden?
  4. Wie weit fortgeschritten ist mein Ovarialkarzinom? Hat es sich im Becken oder Bauchraum ausgebreitet? Sind Lymphknoten oder andere Organe befallen?
  5. Wie sieht die Prognose aus?

 

Behandlung:

  1. Welche Behandlung ist für mich am erfolgversprechendsten?
  2. Wann sollte die Therapie beginnen? Wie viel Zeit habe ich, mich darauf vorzubereiten?
  3. Könnte es für mich sinnvoll sein, mich im Rahmen einer Studie behandeln zu lassen?
  4. Wo sollte die Behandlung stattfinden? Soll ich mich zur Therapie in ein spezialisiertes Zentrum für gynäkologische Tumore begeben?
  5. Mit welchen Nebenwirkungen der Behandlung muss ich rechnen? Welche Spätfolgen kann eine Operation (zum Beispiel die Entfernung der Eierstöcke) für mich haben?
  6. Wie kann ich mich auf die Behandlung oder die Operation vorbereiten?
  7. Wann und wie lange muss ich mit Krankenhausaufenthalten rechnen?
  8. Wie geht es nach einer erfolgreichen Behandlung weiter? Empfehlen Sie Rehabilitationsmaßnahmen?

 

Weiteres:

  1. Sind weitere Untersuchungen notwendig und wozu benötigen Sie die Ergebnisse?
  2. Gibt es Dinge, die ich rechtlich vor einer Operation abklären sollte (Stichwort Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung)? Können Sie mir Stellen nennen, wo ich mich darüber informieren kann?
  3. Ich nehme regelmäßig Medikamente (nennen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bitte auch nicht-verschreibungspflichtige Präparate, Nahrungsergänzungsmittel oder Hausmittel). Darf ich diese weiter einnehmen?
  4. Kann ich den Verlauf der Erkrankung und Therapie selbst unterstützen?
  5. Soll und darf ich Sport treiben?
  6. Sollte ich meine Ernährung umstellen und wenn ja, wie?
  7. Wenn Sie berufstätig sind: Was muss ich beruflich beachten? Wie lange falle ich aus? Kann ich nach der Behandlung wieder normal weiterarbeiten?
  8. Haben Sie Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen, bei denen ich Rat und Unterstützung bei Eierstockkrebs finden kann?
  9. Haben Sie Informationsmaterial oder Broschüren für mich, in denen ich Fachbegriffe und Basisinformationen über die Erkrankung nachlesen kann?
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