Lachen ist gesund – mit guter Laune zu mehr Wohlbefinden

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Was der Volksmund schon lange weiß, wurde mittlerweile in zahlreichen Studien nachgewiesen: Lachen wirkt nicht nur entspannend, sondern stärkt auch den Lebenswillen, stimuliert die Abwehrkräfte und befreit von Ängsten. Lachen soll sogar die Schmerzschwelle erhöhen, da dabei Endorphine – körpereigene schmerzstillende Substanzen – freigesetzt werden. Optimal also für chronisch Kranke. Doch was tun, wenn Sie die Krankheit so im Griff hält, dass Ihnen gar nicht nach Lachen zumute ist? In diesem Artikel finden Sie ein paar hilfreiche Tipps.

Was genau passiert beim Lachen?

Vom Kopf bis zum Bauch werden beim Lachen circa 300 Muskeln angespannt, davon allein siebzehn im Gesicht. Das spüren Sie nach einem lustigen Abend spätestens am nächsten Tag am Muskelkater in der Bauchregion. Da die Lunge beim Lachen viel Luft aufnimmt, gelangt viel Sauerstoff in die roten Blutkörperchen. Ihr schneller schlagendes Herz pumpt das sauerstoffreiche Blut durch Ihren Körper. Das aktiviert Ihren Organismus und regt den Stoffwechsel an.

So wirkt das Lachen auf Ihre Gesundheit

Das Lachen ist ein richtiger Gesundbrunnen. Es kann Selbstheilungskräfte freisetzen, die Sie im normalen Alltagsleben kaum nutzen. Entscheiden Sie sich bewusst, mehr zu lachen, setzen Sie einen positiven Prozess für Ihre Gesundheit in Gang. Lachen verlangsamt beispielsweise laut mehreren Studien den Ausstoß des Stresshormons Adrenalin und Ihren Herzschlag. Gleichzeitig entkrampfen sich Ihre Muskeln. Nach nur einer Minute herzhaften Lachens fühlen Sie sich deshalb so erfrischt wie nach einem 45-minütigen Entspannungstraining.

Lachen lässt außerdem die Zahl der T-Lymphozyten ansteigen und erhöht die Anzahl und die Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Die Immunglobulin-A-Antikörper vermehren sich überdurchschnittlich und auch das sonst von den Zellen zur Bekämpfung von Virusinfektionen ausgeschüttete Gamma-Interferon ist nach ausgiebigem Lachen im Blut vermehrt nachweisbar. Möglicherweise sind diese Immunreaktionen sogar die Ursache dafür, dass fröhliche Menschen mit positiver Lebenseinstellung seltener erkranken.

Mit einfachen Mitteln zu guter Laune

Gerade für chronisch Kranke ist es nicht immer leicht, einen Grund zum Lachen zu finden. Es gibt jedoch ein paar Tricks, die Sie zumindest zu einem Lächeln bringen können. Vor einem Spiegel Grimassen zu ziehen kann ebenso helfen wie sich selbst zuzulächeln. Das kann sich anfangs zwar komisch anfühlen, aber Sie werden feststellen, dass Sie früher oder später unwillkürlich schmunzeln müssen.

Beschäftigen Sie sich außerdem häufiger mit Dingen, von denen Sie wissen, dass sie Sie zum Lachen bringen. Fragen Sie sich, welche Art von Witzen, Comics, Filmen und Begebenheiten Ihren Sinn für Humor am besten treffen. Warten Sie nicht, bis Sie durch Zufall auf lustige Ereignisse stoßen, sondern suchen Sie bewusst den Kontakt zu gut gelaunten Menschen, um sich von deren Stimmung mitreißen zu lassen. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie ganz einfache Sachen, wie zum Beispiel das Hören Ihrer Lieblingsmusik, zum Schmunzeln bringen können.

Können Sie sich alleine nur schwer zum Lachen motivieren, dann kann Ihnen möglicherweise auch Lachyoga weiterhelfen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Klatsch-, Atem- und Dehnübungen in Verbindung mit pantomimischen Bewegungen, die Sie von einem anfangs künstlichen Lachen über die motorische Ebene zu einem echten Lachen führt. Entsprechende Gruppen finden sich mittlerweile in vielen größeren Städten.

Mit Lachen zu mehr Lebensqualität

Haben Sie heute schon gelacht oder wenigstens gelächelt? Wenn nicht, sollten Sie es unbedingt nachholen, auch wenn es Ihnen im Moment vielleicht schwerfällt. Lachen ist ein jederzeit verfügbares, rezeptfreies Mittel, mit dem Sie sich mit wenig Aufwand und ohne Nebenwirkungen selbst zu mehr Lebensqualität verhelfen können.

Autorin: Dr. med. Iris Herscovici

Bildnachweis:  style-photographs | Bigstock

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