
Stephan Ehritt spricht im Interview offen über seine Erfahrungen und warum Sichtbarkeit für Betroffene so wichtig ist.
selpers: Wie haben Sie den Moment erlebt, als klar war: Dialyse wird notwendig?
Stephan Ehritt: Der Moment kam für mich früher als erwartet. Auch wenn man weiß, dass die Nieren schlechter werden, hofft man immer, dass einem noch Zeit bleibt, bis man an die Maschine muss.
Als dann das Wort „Dialyse“ fiel, war da erstmal Angst. Angst vor dem, was kommt, vor Einschränkungen, vor dem Gedanken: Ab jetzt ist nichts mehr wie vorher. Gleichzeitig kam aber auch Erleichterung – weil klar war, dass es jetzt eine Behandlung gibt, die das Leben sichert.