
Ein zunächst harmlos wirkender Schmerz führt zu einer Diagnose, die das Leben grundlegend verändert. Im Interview mit selpers berichtet Peter Lienhard, wie er die Nachricht eines multiplen Myeloms erlebt hat, welche Herausforderungen die Therapie mit sich brachte und wie sich sein Blick auf Lebenszeit und Lebensqualität nachhaltig gewandelt hat.
selpers: Wie war der Weg zur Diagnose und welche Gedanken oder Ängste standen zu Beginn im Vordergrund?
Peter Lienhard: Ich meldete mich wegen quälender Hüftschmerzen beim Hausarzt. Dieser ordnete eine Computertomografie an.
Seinen Anruf am Tag danach werde ich nie vergessen: «Du hast Löcher im Knochen. Das deutet auf eine Krebserkrankung hin. Es braucht weitere Untersuchungen.» Das war natürlich ein Riesenhammer aus heiterem Himmel. Kurz darauf war klar, dass ich ein multiples Myelom habe. Die Begriffe «Knochenmarkkrebs» und «bisher unheilbar» mussten von meiner Frau und mir erst einmal verdaut werden.

