3. Symptome und Verlauf

Symptome von Lungenkrebs

Lungenkrebs im Frühstadium macht keine Beschwerden. Es gibt keine Symptome, die auf eine Krebsvorstufe oder einen Tumor im sehr frühen Stadium hinweisen. Die bei Lungenkrebs auftretenden Symptome sind außerdem nicht spezifisch und kommen auch bei anderen Erkrankungen vor. In vielen Fällen ist die Lungenkrebserkrankung deshalb zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten.

Erste Symptome

Symptome können durch die Tumorausbreitung selbst, durch eine Streuung in andere Körperregionen oder durch Allgemeinsymptome entstehen. Folgende Beschwerden können ein Hinweis auf eine Lungenkrebserkrankung sein:

Husten: Husten ist das häufigste Symptom bei Lungenkrebs. Sowohl ein neu auftretender, länger anhaltender Husten als auch ein bereits bestehender Husten, der sich verändert oder verschlimmert, können ein Hinweis sein.

Gewichtsverlust: Wenn ein deutlicher Gewichtsverlust innerhalb einiger Wochen oder Monate auftritt, kann das auf eine Krebserkrankung hindeuten. Voraussetzung ist, dass in dieser Zeit keine Reduktionsdiät gemacht wurde und keine anderen Erkrankungen aufgetreten sind, die zu Gewichtsverlust führen können (z. B. Magen-Darm-Infektionen, chronisch entzündliche oder psychische Erkrankungen).

Luftnot: Lungenkrebs geht häufig mit Atemnot einher. Grund kann eine Einengung der Atemwege sein, weshalb zentral gelegene Tumoren eher und früher Luftnot verursachen.

Brustschmerzen: Brustschmerzen können vom Tumor selber ausgehen oder durch seine Ausbreitung auf andere Strukturen im Brustkorb, wie z. B. die Brustwand, Nerven, Gefäße oder die Speiseröhre hervorgerufen werden.

Blutiger Auswurf: Die Beimengung von Blut im Auswurf wird auch Hämoptysen genannt. Es kann sich um geringe, aber auch größere Mengen Blut handeln. Bluthusten sollten Sie immer ernst nehmen, auch wenn er bei anderen Erkrankungen vorkommen kann (z. B. bei Bronchitis, Lungenentzündung oder Tuberkulose).

Symptome außerhalb des Brustkorbes: Bei etwa einem Drittel der PatientInnen hat der Tumor bei Diagnosestellung bereits in andere Körperregionen gestreut. Es kann vorkommen, dass die ersten Beschwerden außerhalb des Brustkorbes auftreten.

Betroffen sein können vor allem Knochen (Wirbelsäule und lange Röhrenknochen), Leber, Nebennieren oder Gehirn sowie in Lymphknoten. Dadurch entstehende Symptome können sein: Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Blutarmut, Gelbsucht (bei Leberbefall), Kopfschmerzen und Übelkeit

Häufig sind auch Allgemeinsymptome wie Erschöpfung (Fatigue), Appetitlosigkeit und (seltener) Nachtschweiß oder Fieber

Paraneoplastische Syndrome werden Krankheitserscheinungen genannt, die weder direkt durch den Tumor noch durch Metastasen verursacht werden. Sie können das Hormonsystem, die Blutbildung, Nerven, Haut oder Knochen, die Niere oder den Stoffwechsel betreffen.
Die möglichen Beschwerden können entsprechend vielfältig sein, z. B.: Bluthochdruck, Gewichtszunahme, Muskelschwäche, Herzrasen und Nervosität, Durchfall, Hautveränderungen u.a.

Spätere Symptome

Die drei häufigsten Symptome bei fortgeschrittener Lungenkrebserkrankung sind: Atemnot, Husten und Bluthusten (Hämoptysen) Diese Beschwerden können mit fortschreitender Erkrankung an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Auch Symptome durch Metastasen treten mit fortschreitender Erkrankung häufiger auf, wie z.B.: Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Müdigkeit und Schwäche, Kopfschmerzen und Verwirrtheit

Möglichkeiten zur Vorbeugung und Früherkennung

Der wirksamste Ansatz um Lungenkrebs vorzubeugen ist der Verzicht auf Zigaretten. Körperliche Bewegung kann das Lungenkrebsrisiko verringern. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel Früchten und Gemüse reduziert ebenfalls das Lungenkrebsrisiko. Für Chemoprävention (Zufuhr bestimmter Stoffe wie z. B. ß-Carotin, Vitamine, Spurenelemente oder Stoffe aus Heilpflanzen) konnte bislang noch keine eindeutige positive Wirkung nachgewiesen werden.

Wussten Sie schon

Für RaucherInnen sind Husten und verschleimte Bronchien möglicherweise nichts Ungewöhnliches. Falls bei Ihnen Symptome wie stärker werdender Husten, Luft- und Atemnot, blutiger Auswurf, Schmerzen oder Fieberschübe auftreten, sollten Sie diese unbedingt ernst nehmen. Hier handelt es sich um Warnzeichen, die Sie mit dem Arzt besprechen sollten.

Untersuchungen zur Vorsorge bei Lungenkrebs

Krebserkrankungen sind meist umso besser behandelbar und eher heilbar, je früher sie erkannt werden. Die Möglichkeiten der Früherkennung von Lungenkrebs sind begrenzt.

In erster Linie kommt dabei die Thorax-CT zum Einsatz:
Die Computertomographie des Brustkorbes ist die geeignetste Methode zur Früherkennung eines Bronchialkarzinoms. Von einigen Fachgruppen gibt es Empfehlungen, bestimmten Risikopersonen ab z.B. dem 50. Lebensjahr, vor allem bei Vorliegen von zusätzlichen Risikofaktoren, wie beruflicher Schadstoffexposition oder familiärer Lungenkrebsbelastung, jährliche CT- Untersuchungen anzuraten. In Österreich gibt es noch kein Screening-Programm zur Früherkennung.

Wegen mangelnder Treffsicherheit oder unverhältnismäßiger Belastung nicht empfohlen werden Lungenröntgen, Zelluntersuchung des Auswurfs, endoskopische Untersuchung der Bronchien (Bronchoskopie) und die Bestimmung von Tumormarkern.

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  • Fragen an die Ärztin/den Arzt bei Lungenkrebs Im hektischen Klinikalltag bleibt häufig kaum Zeit für ausführliche Unterhaltungen. Um sicherzugehen, dass Sie nichts vergessen, können Sie sich mit dieser Fragenliste schon zu Hause auf das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt vorbereiten und die wichtigsten Fragen schriftlich festhalten.

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Geprüft OA Dr. Maximilian Hochmair: Stand 08.09.2020 | AT-3781 | Quellen und Bildnachweis

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