7. Leben und Umgang mit der Diagnose

Wie Sie den Krankheitsverlauf bei Morbus Waldenström positiv beeinflussen

Glücklicherweise lässt sich Morbus Waldenström heute gut behandeln. Richtig behandelt leben Betroffene genau so lange wie nicht Betroffene. Jede Therapie wirkt allerdings nur so gut, wie Sie von Ihnen eingehalten wird. Folgende Dinge können Sie daher tun, um den Krankheitsverlauf bei Morbus Waldenström positiv zu beeinflussen:

  • Bewahren Sie eine positive Lebenseinstellung und suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihr Leben mit Morbus Waldenström aktiv zu gestalten.
  • Nehmen Sie Kontrolluntersuchungen pünktlich wahr.
  • Wenn bekannte, milde Symptome auftreten, nehmen Sie im Alltag darauf Rücksicht. Werden Sie zum Beispiel trotz Therapie etwas müde, gönnen Sie sich Ruhe. Treten hingegen neue oder starke Symptome auf (zum Beispiel Herzschmerzen), melden Sie diese unbedingt zeitnah Ihrem Behandlungsteam. Nur so kann die Therapie auf Ihre individuelle Situation angepasst und optimiert werden.

Wie geht es nach meiner Diagnosestellung weiter?

Nach der Diagnosestellung wird Ihr/e behandelnde/r Ärztin/Arzt mit Ihnen besprechen, welche Auswirkungen die Erkrankungen auf Ihren Alltag hat. Gegebenenfalls wird sie/er mit Ihnen bereits die Therapie planen. Auf jeden Fall werden die nächsten Kontrolltermine vereinbart werden. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird Ihnen auch erklären, in welchen Fällen Sie sich unbedingt bei ihr/ihm melden müssen.

In welchen Abständen soll ich meine Ärztin/meinen Arzt aufsuchen?

Die Häufigkeit der erforderlichen Arztbesuche ist individuell verschieden. Beispielsweise können Kontrolltermine häufiger notwendig sein, wenn Betroffene Herz- oder Nervenbeschwerden zeigen. In der Regel sollte eine Kontrolluntersuchung alle drei bis sechs Monate stattfinden.

Wie kann ich meinem Umfeld die Krankheit und meine Beschwerden erklären?

Wie viel und was Sie Ihrem Umfeld über Ihre Erkrankung mitteilen, liegt in Ihrem Ermessen. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, dass Angehörige in die Therapieplanung miteinbezogen werden, sobald eine Therapie notwendig wird. Falls Sie neurologische Symptome oder Bewegungseinschränkungen haben, sollten Sie Ihr Umfeld auch darüber aufklären. Ihre Mitmenschen können dann besser Rücksicht auf Ihre Erkrankung nehmen.

Geprüft Univ. Prof. Dr. Ulrich Jäger: Sept. 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.