6. Verlauf und Prognose

Was soll ich tun, wenn im Verlauf der Erkrankung Symptome auftreten?

Wenn ein Morbus Waldenström fachgerecht behandelt wird, ist die Lebenserwartung in der Regel normal. Da die Krankheit meist sehr langsam fortschreitet, wird eine Therapie häufig erst nach mehreren Jahren des beobachtenden Abwartens notwendig. Sobald eine Therapie notwendig wird, gibt es viele ambulante Therapiemöglichkeiten. Nur bei schweren Verläufen mit Komplikationen müssen Betroffene stationär behandelt werden.

Wie verändern sich die Symptome im Verlauf der Erkrankung?

Anfangs verläuft ein Morbus Waldenström meist indolent, das heißt er verursacht keine Beschwerden und schreitet langsam voran. Im Laufe mehrerer Jahre kann es dann zu Symptomen wie Müdigkeit, erhöhter Infektanfälligkeit und vermehrten Blutungen kommen. Sollten Sie bei sich oder betroffenen Angehörigen diese Symptome bemerken, sprechen Sie sich zeitnah mit Ihrem Behandlungsteam ab. Ihr Behandlungsteam kann dann die geeignete Therapie einleiten.

Welche Rolle spielen Risikofaktoren für den Krankheitsverlauf?

Um den Krankheitsverlauf bei Morbus Waldenström besser abschätzen zu können, werden klinische Risikoscores genutzt. Wesentliche Bestandteile dieser Scores sind zum Beispiel das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand der Betroffenen. Abhängig davon, wie gut der Gesundheitszustand ist, kann zum Beispiel entschieden werden, wie intensiv behandelt wird.

Geprüft Univ. Prof. Dr. Ulrich Jäger: Sept. 2022 | Quellen und Bildnachweis

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