7. Psychotherapeutische Maßnahmen

Was können Anzeichen einer Depression oder einer Psychose bei Morbus Parkinson sein?

Bei Morbus Parkinson kann durch die Krankheit selbst oder auch durch die eingesetzten Medikamente eine Depression oder eine Psychose auftreten. Damit diese erfolgreich behandelt werden kann, muss sie frühzeitig erkannt werden. Jedoch können sich diese beiden Krankheiten bei jeder:jedem Patient:in unterschiedlich präsentieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie oder Ihre Angehörigen Ihre Ärztin/ Ihren Arzt informieren, wenn Sie Verhaltensänderungen wahrnehmen. Beispiele hierfür sind:

  • Antriebslosigkeit, Freud- und Interessensverlust
  • Traurige Grundstimmung mit starkem Grübeln
  • Zunehmende Labilität
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Akustische oder optische Halluzinationen

Wie kann eine Psychose oder starkes Angstgefühl bei Morbus Parkinson behandelt werden?

Die Therapie möglicher Begleiterkrankungen, wie eine Psychose oder Depression, ist von Patient:in zu Patient:in sehr unterschiedlich. Es kann zum einen die Parkinson-Therapie angepasst werden, um Nebenwirkungen zu reduzieren. Zum anderen kann die psychische Erkrankung direkt behandelt werden. Hierzu können Medikamente oder eine psychologische Begleittherapie eingesetzt werden. Sollten Sie oder Ihre Angehörigen durch die Diagnose eines Morbus Parkinson eine starke psychische Belastung oder Angst verspüren, ist eine psychologische Begleitung grundsätzlich sehr zu empfehlen. Diese kann Ihnen helfen die Diagnose zu verarbeiten und besser mit dieser Thematik umzugehen.

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Geprüft OÄin Dr.in Mariella Kögl und Assoz. Prof.in Priv.-Dozin Dr.in Petra Schwingenschuh: Stand Dezember 2023 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
(Zirkardianer Rhythmus )
Biologisches Phänomen, das in einem Rhythmus von ungefähr 24-Stunden bestimmte körperliche Funktionen beeinflusst.  Ein Beispiel ist der Schlaf-Wach-Zyklus durch die Freisetzung des Schlafhormons.