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Lungenentzündung kann jede:n treffen

Wenn eine Lungenentzündung schwer verläuft

Wir befinden uns auf einer Intensivstation. Hier werden Menschen unterschiedlichen Alters wegen einer schweren Lungenentzündung behandelt. Eine Lungenentzündung kann jeden treffen, junge Menschen genauso wie ältere. Denn Alter allein ist kein Schutz und nicht der einzige Risikofaktor.

Doch wie beginnt eine Erkrankung, die im schlimmsten Fall wie hier auf der Intensivstation endet? Oft ganz unbemerkt, mitten im Alltag. Ausgelöst wird eine Lungenentzündung meist durch Bakterien oder Viren. Die Ansteckung kann im Alltag passieren, beim Einkaufen unterwegs oder im Kontakt mit anderen Menschen. Oft geschieht dies unbemerkt. Bei vielen beginnt eine Lungenentzündung schleichend mit Husten, Müdigkeit und Kurzatmigkeit. Symptome, die im Alltag leicht unterschätzt werden. Dabei können sie wichtige Warnzeichen sein und sollten ernst genommen werden.

Doch wie kann es so weit kommen, dass eine Lungenentzündung eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig macht? Nach einer Ansteckung können sich Erreger in der Lunge ausbreiten. Das Lungengewebe entzündet sich und kann sich mit Flüssigkeit füllen. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff ins Blut. Der Körper wird nicht mehr ausreichend versorgt. In schweren Fällen brauchen Betroffene dann intensivmedizinische Unterstützung. Auf der Intensivstation können Betroffene dann eng überwacht und unterstützt werden, zum Beispiel durch Sauerstoffgabe, Atemunterstützung oder künstliche Beatmung.

So weit muss es aber nicht kommen. Wichtig ist, sich rechtzeitig zu informieren und vorzusorgen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Denn wer sein persönliches Risiko kennt, kann früher handeln. Die entscheidende Frage ist: Welche Warnzeichen sollte man ernst nehmen und wie kann man sich schützen?

Prim. Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour: Eine Lungenentzündung ist eine Infektion der Atemwege und der Lunge, meist durch Tröpfcheninfektion verursacht, bei der man selbst bei Alltagsaktivitäten, wenn man jemanden gegenübersitzt, durch Niesen oder Sprechen leicht infiziert werden kann. Vor allem Personen, die älteren Jahrgangs sind also Personen, die älter als 60 sind, jene mit einem geschwächten Immunsystem oder aber auch jene mit chronischen Krankheiten können von einer schweren Infektion und damit von einer Lungenentzündung betroffen sein.

Lungenentzündungen äußern sich in den allermeisten Fällen durch Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, womöglich aber auch Inappetenz. Eine Behandlung ist mittels Antibiotika in den allermeisten Fällen gut möglich, aber in manchen Fällen kann es auch zu einem schweren Verlauf mit Spitalsaufenthalt bzw. sogar zu einer Blutvergiftung bis hin zu einem Intensivaufenthalt kommen. Sollte man eine Lungenentzündung erwerben, kann es nicht nur zu unmittelbaren, sondern auch zu Langzeitauswirkungen kommen. Dazu zählen nicht nur allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit, sondern vor allem bei älteren Personengruppen auch ein erhöhtes Risiko für zusätzliche Erkrankungen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Rhythmusstörungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle sind speziell in den ersten drei Monaten nach einer Lungenentzündung erhöht. Aber auch andere Probleme wie eine Stoffwechselentgleisung oder eine Verschlechterung der Nierenfunktion können dazu beitragen, dass vor allem nach einer Lungenentzündung das Risiko für neuerliche medizinische Betreuung bis hin zu eine Spitalsaufenthalt doch deutlich erhöht ist.

Daher ist es wichtig, es erst gar nicht zu einer Lungenentzündung kommen zu lassen. Durch einen gesunden Lebensstil, Schutzmaßnahmen, und dazu zählen vor allem auch Impfungen.

Nicht jede Lungenentzündung muss schwer verlaufen. Entscheidend ist, früh zu handeln. Lassen Sie sich über Ihr Risiko informieren und schützen Sie sich rechtzeitig mit einer Impfung. Erkennen Sie Symptome einer Lungenentzündung frühzeitig. So senken Sie das Risiko für einen schweren Verlauf und können Spitalsaufenthalte verhindern. Nehmen Sie eine Lungenentzündung ernst.