6. Meine Nachricht an Sie

Transkript

Wie bei jedem Erstgespräch ist es mir ganz wichtig, den Patientinnen mitzugeben, dass sie heute nicht mehr krank sind, als sie das vor einer Woche oder vor einem Monat waren. Dieser Tumor, der jetzt diagnostiziert wurde – speziell der Tumor im frühen Stadium – macht Sie jetzt akut nicht krank. Dieser erzeugt kein Fieber und derzeit noch keine Schmerzen. Sie sind in Ihrem Alltag – abgesehen von der emotional extrem belastenden Situation – nicht eingeschränkt. Sie sind auch in Ihrer Kraft und Ihrer Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt – wir behandeln jetzt einen Tumor, der Sie zu einem späteren Zeitpunkt krank macht und es ist aus diesem Grund wichtig, jetzt etwas dagegen zu unternehmen. Sie müssen sich jetzt akut nicht vor der Bedrohung fürchten, wir können das in den allermeisten Fällen gut lösen.

Meine Nachricht an Sie nach der Diagnose Brustkrebs

Vielen Patientinnen macht die Diagnose Brustkrebs große Angst. Glücklicherweise wird Brustkrebs meist im Frühstadium entdeckt, oft bei Vorsorgeuntersuchungen mittels einer Mammografie. Die Prognose ist meist gut.

Heute stehen viele wirksame Therapien zur Verfügung und es wird stetig an neuen geforscht. Ihre BehandlerInnen können Ihnen die Therapie empfehlen, die am besten für Sie geeignet ist. Sie stehen Ihnen bei jedem Schritt zur Seite.

PsychoonkologInnen und Ihre Angehörigen und Freunde unterstützen Sie zusätzlich. Damit Sie die bestmögliche Unterstützung erhalten, ist es wichtig, dass Sie alle Probleme und Unklarheiten ansprechen. So kann Ihnen am besten geholfen werden.  In vielen Fällen wird eine rasche Genesung erzielt.

Diesen Kurs bewerten

Ihr Feedback hilft anderen Nutzern die für sie passenden Kurse zu finden.

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


(Optional - Sollten Sie eine Antwort wünschen)

  • Brustkrebs verstehen

    Der Besuch bei Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen erinnert Frauen regelmäßig an die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken. Von allen Krebsarten ist Brustkrebs jener Krebs, an dem Frauen am häufigste...

  • Blutwerte bei Brustkrebs

    Im Rahmen einer Brustkrebserkrankung oder ihrer Therapie kann es zu Veränderungen von Blutwerten kommen. Obwohl Sie als Patientin in den meisten Fällen davon nichts spüren, müssen diese Blutwerte ...

  • Hormonrezeptoren und Brustkrebs

    Wenn Sie mit dem Thema Brustkrebs in Berührung kommen, begegnet Ihnen früher oder später der Begriff des Rezeptors. In Befunden ist von rezeptor-positiv und hormonabhängig die Rede, oft versehen m...

  • Entlastung für Angehörige von KrebspatientInnen

    Als Angehörige werden Sie mit einer Vielzahl von Herausforderungen und damit verbundenen Aufgaben konfrontiert. Viele Menschen kommen dadurch in eine nie da gewesene Belastungssituation. Noch dazu, d...

  • Partnerschaft und Brustkrebs

    Die Diagnose Brustkrebs stellt betroffene Paare vor völlig neue Herausforderungen. Gefühle wie Angst, Wut oder Hilflosigkeit bergen Konfliktpotential. So manche/r neigt dazu, sich zurückzuziehen, u...

  • Sexualität und Brustkrebs

    Nach der Diagnose Brustkrebs stehen oft die Erkrankung und die Behandlung im Mittelpunkt. Sexualität wird in der Medizin selten aktiv berücksichtigt oder thematisiert. Doch die Diagnose und die Beha...

  • Körperbild und Brustkrebs

    Brustkrebs ist eine Erkrankung, die das Körperbild stärker beeinflussen kann als andere Krebserkrankungen. Die Brust ist für viele Frauen ein Symbol ihrer Sexualität und Weiblichkeit. Eine Brustkr...

Geprüft Prim.a Priv.-Doz.in Dr.in Birgit Volgger: September 2021 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.