5. Schminken während der Krebstherapie

Worauf sollte ich während der Krebstherapie beim Schminken achten?

Sie sollen sich auch während einer Krebstherapie möglichst wohl in Ihrer Haut fühlen. Falls Sie möchten, dürfen Sie sich wie gewohnt schminken oder auch Neues ausprobieren. Sie müssen aber kein Make-Up verwenden, wenn Sie sich ohne wohler fühlen. Moderne Kosmetikprodukte schaden der Haut nicht. Wichtig ist, diese vor dem Zubettgehen gründlich abzuschminken. Dadurch entfernen Sie Schmutz, Staub und Make-Up Rückstände, damit sich die Haut nachts erholen kann. Verwenden Sie zum Abschminken Produkte mit milden Inhaltsstoffen.

Wenn Sie sich unsicher beim Auftragen des Make-Ups oder der Auswahl der Kosmetik- und Pflegeprodukte sind, lassen Sie sich von einer Kosmetikerin/einem Kosmetiker beraten.

Hygiene-Tipps

Der Körper ist durch die Krebstherapie häufig anfälliger für Infektionen. Achten Sie daher bewusst auf das Ablaufdatum der Produkte und saubere Hände während der Anwendung. Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollten Sie an frisch behandelten Hautarealen und entzündeten Stellen auf Kosmetik verzichten.

Pinsel und Schwämmchen sollten Sie nach jeder Anwendung gründlich reinigen. Dazu eignen sich Pinselreiniger, aber auch sanfte Waschgele oder Haarshampoos.

Wie sollte ich meine Haut nach dem Abschminken am besten pflegen?

Verwenden Sie ein Pflegeprodukt, das Sie angenehm finden. Wählen Sie einen Geruch und eine Textur, die Ihnen gefällt. In der Nacht können Sie eine Hautpflege verwenden, die etwas reichhaltiger ist als die Tagespflege. Nachts weiten sich die Poren, sodass die Haut besonders aufnahmefähig ist. Nachtcremes enthalten daher mehr Inhaltsstoffe, die gezielt auf die nächtlichen Regenerationsprozesse der Haut abgestimmt sind.

Kann ich meine Nägel lackieren, um Schäden zu überdecken?

Sie können auch während der Krebstherapie Ihre Nägel lackieren. Nagellack schädigt die Nagelplatte nicht.

Geprüft Univ.-Prof.in Dr.in Daisy Kopera: September 2022

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.