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Kurs Coronavirus und chronische Erkrankungen: Lektion 7 von 17

Coronavirus und Diabetes

Das Coronavirus löst derzeit bei vielen Menschen Unsicherheit und Besorgnis aus. Menschen mit Diabetes bleiben davon keineswegs unberührt, zählen sie doch zu denen, die ein höheres Risiko haben. DiabetespatientInnen mit Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzkreislaufproblemen oder Organschäden sollten derzeit besonders achtsam sein.

Eine laufende Therapie mit Immunsuppressiva, Herzmedikamenten, oder anderen Medikamenten sollten Sie jedoch keinesfalls ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt absetzen.

Derzeit geht man davon aus, dass bei einer Infektion mit dem COVID-19 Coronavirus eine gute Blutzuckereinstellung das Risiko für Komplikationen reduzieren kann.

Wir haben hier für Sie Fragen und Antworten für Menschen mit Diabetes aus verschiedenen vertrauenswürdigen Quellen zusammengestellt. Diese Fragen werden laufend erweitert. Nachfolgend erfahren Sie, was Sie beachten sollten. Klicken Sie auf eine Frage um mehr zu erfahren.

Da sich der Wissensstand momentan laufend ändert, bitten wir Sie, sich zudem über die Internetpräsenz von offiziellen Stellen in Ihrer Region über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Informationen werden empfohlen von:

Kann mit einer guten Blutzuckereinstellung das Risiko für Komplikationen reduziert werden?

„Bei Diabetes ist für den Krankheitsverlauf bei Infektionen eine gute Blutzuckereinstellung hilfreich. „Auch im Falle einer Infektion mit dem bislang noch wenig erforschten Coronavirus SARS-CoV-2 gehen wir – analog zur Influenza – davon aus, dass man mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel das Risiko für Komplikationen reduzieren kann“, betont DDG Mediensprecher Professor Dr. med. Baptist Gallwitz.“ Quelle: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/neues-coronavirus-sars-cov-2-kein-erhoehtes-infektionsrisiko-fuer-gesunde-diabetespatienten-ddg-r.html | Stand 13.03.2020

Welche DiabetespatientInnen sollten besonders achtsam sein?

„Haben Diabetespatienten Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzkreislaufprobleme oder Organschäden, sollten sie aktuell jedoch besonders achtsam sein“, warnt Gallwitz, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik, Innere Medizin IV, des Universitätsklinikums Tübingen. Im Falle einer Ansteckung mit Coronavirus SARS-CoV-2 haben sie durch ihr geschwächtes Immunsystem und eventuell bereits bestehende Infektionen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Das gilt vor allem für Menschen nach einer Organtransplantation mit immunsuppressiver Therapie. Sie sollten sich vor großen Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebieten, in denen Infektionsfälle bekannt geworden sind, fernhalten.“ Quelle: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/neues-coronavirus-sars-cov-2-kein-erhoehtes-infektionsrisiko-fuer-gesunde-diabetespatienten-ddg-r.html | Stand 13.03.2020

Besteht die Gefahr von Lieferengpässen bei Diabetesmedikamenten?

„Lieferengpässe bei Diabetesmedikamenten müssen Patienten nicht befürchten. „Diabetesmedikamente wie Insulin werden vorwiegend in Deutschland, USA, Dänemark, Frankreich, Großbritannien – nicht jedoch China – hergestellt“, berichtet Kellerer. Von einer Medikamentenknappheit für Diabetespatienten ist auch künftig nicht auszugehen. Die Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I am Marienhospital in Stuttgart rät daher davon ab, große Vorräte an Medikamenten und Diabetesutensilien, die über die Versorgung von einem Quartal hinausgehen, für sich selbst zu bevorraten.“ Quelle: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/neues-coronavirus-sars-cov-2-kein-erhoehtes-infektionsrisiko-fuer-gesunde-diabetespatienten-ddg-r.html | Stand 13.03.2020

Zusammengestellt von Dr. med. Iris Herscovici: Stand ist bei der jeweiligen Frage ersichtlich

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