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Kurs Coronavirus und chronische Erkrankungen: Lektion 8 von 17

Coronavirus und Organtransplantationen

Das Coronavirus löst derzeit bei vielen Menschen Unsicherheit und Besorgnis aus. Transplantierte Menschen bleiben davon keineswegs unberührt.

Sollten Sie wegen einer Transplantation immunsupprimierende Medikamente einnehmen, könnten Sie durch die Abschwächung Ihres Abwehrsystems anfälliger für Infekte sein. Von einem Absetzen der Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ist aber dringend abzuraten, da in diesem Fall das Risiko einer Abstoßung der Organspende besteht.

Wir haben hier für Sie Fragen und Antworten für Menschen vor oder nach Transplantation aus verschiedenen vertrauenswürdigen Quellen zusammengestellt. Diese Fragen werden laufend erweitert. Nachfolgend erfahren Sie, was Sie beachten sollten. Klicken Sie auf eine Frage um mehr zu erfahren.

Da sich der Wissensstand momentan laufend ändert, bitten wir Sie, sich zudem über die Internetpräsenz von offiziellen Stellen in Ihrer Region über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Informationen werden empfohlen von:

Was muss ich beachten, wenn ich eine Organspende erhalten habe?

“Transplantierten/immunsupprimierten Personen empfiehlt Swisstransplant, sich an ihren behandelnden Arzt oder das zuständige Transplantationszentrum zu wenden. Jede Krankheitsgeschichte ist individuell, weshalb der behandelnde Arzt am besten einschätzen kann, welche Maßnahmen bezüglich des Coronavirus zu treffen sind.”
Quelle: https://www.swisstransplant.org/de/swisstransplant/news/detail/news/information-coronavirus-und-organspendetransplantation/ | Stand 16.03.2020

Gibt es Informationen darüber, wie das Corona-Virus bei Lungentransplantierten verläuft?

“Viele Eigenschaften des neuen Corona-Virus (SARS-CoV-2) und Verläufe sind momentan bei Transplantierten noch nicht bekannt. Es sind bisher inoffiziell weltweit drei COVID-19-Infektionen bei lungentransplantierten Patienten ohne Todesfälle berichtet worden. Ein Pat. hatte eine milde Erkrankung, wurde ambulant behandelt, eine Patientin hatte eine Pneumonie und wird normalstationär behandelt, ein Lungentransplantierter hatte eine schwere Erkrankung, wurde aber erfolgreich behandelt. Alle SAR-CoV-2-Tests bei LTx Pat. in der MHH waren bisher negativ.

Bei Nicht-Immunsupprimierten bestehen bei den meisten Infizierten (ca. 80%) nur milde Symptome einer Atemwegsinfektion, ca. 5% müssen auf Intensivstation behandelt werden. Die Fallsterblichkeit liegt insgesamt wahrscheinlich ca. 0,5 %. Die Ansteckungsgefahr für Personen aus dem Umfeld von Infizierten ist beim SARS-CoV-2-Virus niedriger als bei Masern und wird auf 10-15% geschätzt.”
Quelle: https://www.mhh.de/fileadmin/mhh/pneumologie/downloads/pdf/mhh_ltx_covid19.pdf | Stand 16.03.2020

Zusammengestellt von Dr. med. Iris Herscovici: Stand ist bei der jeweiligen Frage ersichtlich

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